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Es dauerte nur Sekunden: Laute „Bravo“-Rufe, als Christian Thielemann taktstockschwingend die Bühne betrat – und schon legte er los.

„Buh“ fürs Orchester, „Bravo“ für Thielemann

München - Das war eindeutig. „Buh!“, „Buh!“, rief das Publikum gestern Abend vielstimmig, als Konzertmeister Sreten Krstic die Bühne betrat.

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Funkstille zwischen München und Thielemann

Gefolgt wurde dieser Wutausdruck von lauten „Bravo“-Rufen, sobald Generalmusikdirektor Christian Thielemann forschen Schrittes und den Taktstock erhoben hereinkam. So demonstrierten die Zuhörer in der Münchner Philharmonie glasklar ihre Sympathie für den Star-Dirigenten – und zuvor überraschend lange und lautstark ihren Ärger darüber, dass das Orchester ihn „mit vergrault“ hat, wie es ein Konzertbesucher nannte.

Anton Bruckners Symphonie Nr. 9 d-Moll: Es war das erste Konzert Thielemanns in München nach Monaten wüstester Querelen zwischen ihm, Stadt und Orchester. Der Streit über seine Vertragsverlängerung endete am Wochenende, als bekannt wurde, dass er 2011 geht und zur Staatskapelle Dresden wechselt.

„Dass sie den ziehen lassen, ist eine Schande“, so ein älterer Zuhörer. „Man hätte ihm den Rücken freihalten müssen. Die Stadt hat einen Riesenfehler gemacht. Und das Orchester hat auch nicht begriffen, worum es geht – um einen großen Künstler!“

Der Star indes gab sich nach dem Konzert versöhnlich und umarmte seine beiden Konzertmeister besonders innig.

chu

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