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Jetzt sind die Spaßmacher noch unter sich: Ottfried Fischer, Michael Lerchenberg (hinten, v. li.), Christian Springer, Lisa Fitz und Bernd Regenauer (vorne, v. li.) treten beim Aschermittwoch der Kabarettisten gemeinsam auf.

Aschermittwoch der Kabarettisten

Bußzeit ist für Lerchenberg vorbei

München - Er soll der kleine Bruder des Derbleckens auf dem Nockherberg sein: der Aschermittwoch der Kabarettisten.

Am Abend, wenn die Parteien alles hinter sich haben, melden sich die bayerischen Kabarettisten im Deutschen Theater zu Wort – darunter Ottfried Fischer, Christian („Fonsi“) Springer und Lisa Fitz. Der BR sendet eine Aufzeichnung ab 21.45 Uhr.

Außerdem wird es eine kleine Auferstehung geben: Der langjährige Edmund- Stoiber-Imitator Michael Lerchenberg – vor einem Jahr als Fastenprediger vom Nockherberg gejagt – wird wieder auftreten. Er hatte seine Rolle als „Bruder Barnabas“ aufgeben müssen, nachdem er Außenminister Guido Westerwelle (FDP) in die Nähe eines KZ-Wärters gerückt und damit Politiker sowie den Zentralrat der Juden in Deutschland gegen sich aufgebracht hatte. „Nach einjährigem Bußschweigen“ wolle er sich wieder zu Wort melden, sagte Lerchenberg in München. Dort gaben er und seine Kollegen einen Vorgeschmack auf den Mittwochabend:

Karl-Theodor zu Guttenbergs (CSU) Plagiatsaffäre und Silvio Berlusconis „Bunga Bunga“-Skandal – all das wird natürlich Thema sein. „Es ist eine völlige Saure- Gurken-Zeit“, scherzte Springer. „Über Guttenberg machen wir wenig. Wir sollten auch nicht in ein laufendes Strafverfahren eingreifen.“ Und sein Kollege Bernd Regenauer ergänzte: „Wir warten, bis er heiliggesprochen wird.“ Springer kündigte in Anspielung auf die derzeitige Islam-Diskussion an: „Ich werde beweisen, dass der Evangele historisch nicht zu Deutschland gehört.“ Die Unterschiede zum Nockherberg erklärte er dann noch so: „Politiker zahlen Eintritt und es gibt kein Freibier.“

bsj

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