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Carolin Kebekus gastierte zwei Abende im Circus Krone in München.

"Da ist doch nix"

Carolin Kebekus lästert über das Münchner Umland

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München - Carolin Kebekus gastierte zwei Abende im Circus Krone. Und lästerte über das Münchner Umland. Hier lesen Sie die Kritik.

Dass das Münchner Publikum lacht, wenn eine Kölnerin Witze über die Bayern reißt – das schafft nur eine wie Carolin Kebekus. Gleich zweimal durfte die Comedyprinzessin ihr aktuelles Programm „Alphapussy“ jetzt im jeweils ausverkauften Circus Krone präsentieren. „Da geht mir schon einer ab“, gab die 36-Jährige zu.Denn früher habe sie nur im „wilden Umland“ auftreten dürfen. In Taufkirchen zum Beispiel. „Da ist doch nix. Da hat nur jeder seine Kuh.“ Sie sei froh, jetzt unter zivilisierten Leuten zu sein – niemand protestierte, obwohl sicher auch Zuschauer aus dem Umland im Krone waren.

Nein, das Publikum fraß der Kebekus aus der Hand. Und das, obwohl manche Sprüche an die Ekelgrenze schrammten. Aber so lieben die Fans die Kölnerin: Optisch wie eine Lady im Ledermini und mit Stöckelschuhen, in Wirklichkeit aber derb und versaut.

Kebekus kann allerdings auch ernst, baute etwa die Übergriffe der Kölner Silvesternacht und die anschließende Diskussion über die lückenhafte Gesetzeslage zum Schutz von Frauen in ihr Programm ein: „Dein iPhone ist besser geschützt als dein Arsch.“ Die AfD und Pegida bekamen ihr Fett weg, auch den IS-Terror thematisierte die Kabarettistin.

Fast unbemerkt und schnell schaltete die „Alphapussy“ von ernsten Themen wie anonymen Hasskommentaren im Netz dann wieder auf Leichteres wie die skurrile Beziehung zwischen Müttern und Töchtern um. Nach einigen heftigen Seitenhieben auf ihre Lieblingsfeindin Helene Fischer („Die ist der Teufel, Leute.“) wollte sie im Krone unbedingt noch ein wenig „Feministen-Scheiße loswerden“ und ermahnte die Frauen, hin und wieder die „Alphapussy“ rauszulassen, sich im Job mehr zuzutrauen und dem Chef die Meinung zu geigen. Zum Schluss sagte die Kölnerin mit ernster Miene: „Ich habe heute einige schlimme Dinge gesagt. Ich möchte klarstellen: Das habe ich alles auch so gemeint.“ Dafür gab es in München Standing Ovations.

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