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Christian Thielemann.

Thielemann bald Chef in Dresden?

München - Das Gerücht weckte Optimismus. Doch der ist wohl vergeblich: Christian Thielemann dürfte die Münchner Philharmoniker 2011 verlassen.

Sein Anwalt ließ zwar verlauten, der Dirigent „möchte hierbleiben“. Thielemann hoffe, dass die Entscheidung des Stadtrates nicht endgültig sei. Die Stadt München reagierte mit Unverständnis: „Das war eine endgültige Entscheidung“, heißt es dort. Auf Nachfrage erklärte Thielemann zudem, dass es keine Nachverhandlungen geben werde – er beharrt also auf seiner Position.

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Immer stärker rückt nun die Dresdner Semperoper ins Visier. Chefdirigent Fabio Luisi wechselt 2012 nach Zürich, Thielemann könnte ihn problemlos ablösen. Es ist bekannt, dass sich eine große Fraktion der Staatskapelle Thielemann wünscht. Seine Klangvorstellung und die der Staatskapelle würden sich gut ergänzen. „Dass es Sympathie und hohe Wertschätzung zwischen Thielemann und der Staatskapelle gibt, zeigt sich schon daran, dass wir 2010 und 2011 Termine mit ihm vereinbart haben“, sagt Orchesterdirektor Jan Nast.

Mag das Ensemble für Thielemann votieren, die künftige Intendantin Ulrike Hessler, Noch-Direktorin an der Bayerischen Staatsoper, scheint eher skeptisch. Entscheidend dürfte nun sein, welcher Wille stärker ist: der der Chefetage der Semperoper oder der des in Dresden traditionell einflussreichen Orchesters.

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Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hat gegenüber unserer Zeitung die Nicht-Verlängerung von Thielemanns Vertrag verteidigt. Er begründete dies unter anderem mit dem Rauswurf des ungeliebten früheren Philharmoniker-Intendanten Wouter Hoekstra. Nun gebe es wieder einen Machtkampf, nämlich mit Neu-Intendant Paul Müller. Thielemanns Machtanspruch und sein Pochen auf dem Entscheidungsrecht stehe „im eklatanten Widerspruch“ zu seiner Präsenz in München. Ude spielte dabei auf das Bayreuther Engagement an. Vieles, was das Orchester wünsche und der Intendant für erforderlich halte, könne nicht stattfinden, weil Thielemann das nicht wolle und nicht gegenwärtig sei. „Ohne diese Praxis hätte es eine Zuspitzung des Streits nicht gegeben.“

von Markus Thiel

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