Mann verletzt mit Messer mehrere Menschen am Rosenheimer Platz: Täter flüchtig

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Verrucht in der Glitzerwelt der Revue-Shows: Christina Aguilera spielt in „Burlesque“ die singende Tänzerin Ali. Der Film startet am Donnerstag in den Kinos.

Christina Aguilera im Merkur-Interview

München - Die Sängerin Christina Aguilera über ihr Leinwand-Debüt „Burlesque“, die Arbeit mit Cher und Déjà-vu-Erlebnisse:

Ihre kraftvolle Soulstimme ist der Hammer. Auch als Schauspielerin macht Christina Aguilera eine gute Figur, wie sie von Donnerstag an in ihrem Kinodebüt „Burlesque“ beweist. Zum Interview erscheint die zierliche 30-Jährige dick geschminkt wie eine Wachspuppe, mit knallroten Lippen und Fingernägeln sowie grellblond gefärbten Haaren. Ihre Antworten klingen seltsam einstudiert – zumal sich manche Phrasen fast wortwörtlich gleichen.

Jahrelang haben Sie alle Filmangebote abgelehnt. Warum haben Sie bei „Burlesque“ zugegriffen?

Der Film als Kunstform hat mich schon immer gereizt. Obwohl „Burlesque“ zum Musical-Genre gehört, war es doch völlig anders als das, was ich als Künstlerin normalerweise tue. Ich wusste, dass ich eingetretene Pfade verlassen musste, um eine Filmfigur zu verkörpern, die ganz andere Charaktereigenschaften hat als ich. Dazu musste ich meine eigene Persönlichkeit und mich als Künstlerin hintanstellen, aber dadurch sind mir auch neue Flügel gewachsen.

Haben Sie Blut geleckt? Werden wir Sie öfters als Schauspielerin erleben?

Ich bin stets offen für Herausforderungen und prüfe bereits diverse Drehbuch-Angebote. Derzeit befinde ich mich in einer eher nach innen gerichteten Übergangsphase meines Lebens. Durch die Dreharbeiten bin ich als Frau und als Künstlerin stark gereift. Ich habe Selbstvertrauen und neue Inspiration gewonnen, um meine Erfahrungen künstlerisch zu verarbeiten – auf welche Weise auch immer.

Waren Sie aufgeregt, als Sie Cher zum ersten Mal gegenübertraten?

Ich erwarte grundsätzlich nichts, wenn ich Menschen treffe, sondern begegne ihnen mit offenem Herzen. Aber selbst wenn ich Erwartungen gehabt hätte, dann hätte Cher sie alle übertroffen, weil sie unglaublich warmherzig, souverän und hilfsbereit ist. Schon bevor sie den Mund aufmacht, kann man von ihr eine Menge lernen.

Was war das Wichtigste, das sie Ihnen beigebracht hat?

Ich habe wahnsinnig viel von ihr gelernt, sowohl in persönlicher als auch in beruflicher Hinsicht. Wir haben die Wartezeiten bei den Dreharbeiten zu langen Gesprächen von Frau zu Frau genutzt. Sie hat mir viele Ratschläge gegeben.

Zum Beispiel?

Das ist zu privat. Doch einen wunderbaren Satz von ihr kann ich Ihnen verraten: „Männer kommen und gehen, aber ich werde immer Cher bleiben.“ Soll heißen: Man braucht keinen Mann, um sich als Frau zu definieren!

Wie haben Sie sich in den aufreizenden Filmkostümen gefühlt?

Ich liebe aufregende Klamotten und Frisuren und Make-up, und in diesem Film durfte ich das alles ausgiebig zelebrieren. In meiner Haut und meinem Körper habe ich mich immer wohlgefühlt. Ich finde, der weibliche Körper ist etwas Wunderschönes, und die Dreharbeiten haben mir ein neues Selbstbewusstsein als Frau gegeben. Ich hoffe, dass ich damit meine Geschlechtsgenossinnen dazu inspirieren kann, auf ebenso kraftvolle, erfrischende und elegante Weise Sinnlichkeit auszustrahlen.

Der Film zeigt, dass sich Qualität letztlich immer durchsetzt. Ein Märchen?

Ja, leider. In Wahrheit existieren viele tolle Musiker, die kaum jemand kennt. Das Musikbusiness ist sehr oberflächlich und kommerzialisiert. Aber ich denke, letztlich gibt es für alles einen Grund. Ich fühle, dass ich dazu geboren wurde, um das zu tun, was ich tue. Und ich bin dankbar dafür, dass ich es mit der ganzen Welt teilen darf.

Sie haben drei Songs zum Film beigesteuert…

Ja, weil die Lieder, die ich ursprünglich im Film singen sollte, einfach miserabel waren. Darum habe ich mich selbst hingesetzt und versucht, Songs nicht aus meiner eigenen Perspektive zu schreiben, sondern aus dem Blickwinkel meiner Filmfigur. Ich wusste, dass ich dazu eingetretene Pfade verlassen und meine eigene Persönlichkeit hintanstellen musste, aber dadurch sind mir auch neue Flügel gewachsen, weil ich meine Freiheit wiedergefunden habe.

Haben Sie schon neue musikalische Pläne?

Derzeit befinde ich mich in einer vorwiegend nach innen gerichteten Übergangsphase meines Lebens. Durch „Burlesque“ bin ich stark gereift – als Frau und als Künstlerin. Ich habe Selbstvertrauen und Inspiration gewonnen, um meine Erfahrungen in neue Songs einfließen zu lassen.

Haben Sie manchmal auch Déjà-vu-Erlebnisse?

Wie bitte?

Vergessen Sie’s. Vielen Dank für das Gespräch.

Marco Schmidt

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