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Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz als Nazi-Oberst Hans Landa in einer Szene des Films "Inglourious Basterds" (undatierte Filmszene).

Christoph Waltz: "Es war der ultimative Weckruf"

Los Angeles - Durch einen Anruf von seinem Presseagenten hatte Christoph Waltz am Dienstagmorgen von seiner Oscar-Nominierung erfahren.

“Es war der ultimative Weckruf“, erzählte der Österreicher der US-Zeitschrift “People“. Die Nacht zuvor habe er eher schlecht geschlafen: “Wie ein Baby, das alle drei Stunden aufwacht.“ Seine erste Oscar-Anwartschaft holte sich der 53-jährige Schauspieler für seinen Auftritt als charmant-zynischer SS-Mann in Quentin Tarantinos “Inglourious Basterds“. Gleich acht Mal hat die Nazi-Satire eine Chance auf die höchste Auszeichnung im Filmgeschäft, darunter als bester Film, für Regie und Drehbuch.

Oscar 2010: Die Nominierungen

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Waltz hatte im Januar bereits den Golden Globe als bester Nebendarsteller und die Trophäe des US-Schauspielerverbands SAG geholt. Auch beim Festival in Cannes war der vielsprachige Österreicher ausgezeichnet worden. Vor der Oscar-Verleihung fühle er eine Spannung und Vorfreude wie ein Kind vor Weihnachten, erzählte Waltz laut “People.com“. “Die Oscars - ich denke, das ist etwas, was im Fernsehen läuft, worüber man liest und über das berichtet wird...aber was diese Nacht wirklich bedeutet, wenn man dabei ist, kann ich mir gar nicht vorstellen.“ “Wow! Diese Ehre gibt mir eine enorme Zufriedenheit“, sagte Tarantino nach dem Nominierungssegen. Produzent Lawrence Bender betonte gegenüber “People“, dass es ohne Waltz keine “Basterds“ gegeben hätte.

Tarantino habe sehr hohe Ansprüche an die Besetzung der von ihm geschriebenen Rolle des skrupellosen SS-Standartenführers Hans Landa gehabt. Er wollte einen großartigen Schauspieler, der zugleich vier Sprachen beherrschte. “Als wir nach Berlin kamen, war Quentin richtig besorgt, denn er dachte, er hätte eine Rolle geschrieben, für die er keinen Schauspieler finden würde“, so Bender. Als Waltz vorsprach sei ihnen sofort klar gewesen, dass er der Richtige war. “Buchstäblich - ohne ihn wären wir wieder abgezogen, und es hätte den Film nie gegeben. Die Anerkennung (durch eine Oscar- Nominierung) ist einfach großartig“.

dpa

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