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Cro in Aktion

Bärige Show vor vollen Rängen

Cro: So war das Konzert in der Olympiahalle

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München - Den Panda haben alle lieb! Cro, der putzige Rapper aus der Stuttgarter Bronx, der Kehrwochen-Bushido, lieferte am Freitagabend in der ausverkauften Olympiahalle eine bärige Show für viele kleine und etwas weniger große Fans.

Ausgerüstet mit Pandamützen und Pandapullovern feierten die Kids Rap-Fasching, sangen bei „Einmal um die Welt“ oder „Du“ selig mit, und stellten das Fotohandy auf Dauerfeuer. Die Minis rockten!

Und die mitgeschleppten Eltern freuten sich, dass Carlo Waibel, das Cleverle mit der Pandamaske, ein ausgesprochenes Händchen für fluffigen Pop hat, der auch der Ü18-Fraktion zusagt. Hier nicht mitzuzappeln, war ein absolutes No-Cro! Von Beginn an, als er mit „I Can Feel It“ und „Hi Kids! (Ich bin Carlo)“ durchstartet, ist Cro der lässige Chef auf der Panda-Party, der die Fans charmiert und zum Selfie auf die Bühne holt. Über ihm thront DJ-Kumpel Psaiko. Dino, neben ihm grooven Drummer Flo sowie Gitarrist Tim. Und Tausende von Handy-Lampen sorgen für ein atemberaubendes Lichtspektakel. Mehr braucht’s nicht für die tolle Kiste mit dem Panda.

Die Tour steht nicht umsonst unter dem Motto „Mello“ („Mild“). Carlo macht klar, dass er ein ganz Lieber ist, der nur spielen will und sich sogar ans Klavier setzt. Keine Spur vom Aggro-Gehabe von Otto Normalrapper. Wenn Cro von „seiner Gang“ rappt, ist klar: Papas Benz wird nicht geklaut, sondern wieder brav in die Garage gestellt – gewaschen, gesaugt, frisch aufgetankt.

Dafür lieben ihn auch die Eltern in der Olympiahalle. Denn man kann ja schon Angst kriegen, wenn der Herr Sohn oder die Frau Tochter plötzlich auf Rap stehen. Da ist der nette Carlo ein Segen. Ungefähr so, wie wenn der Nachwuchs mit dem Rauchen anfängt – aber nur mit Schokozigaretten. München erlebte, dass es in the Schwaben-Ghetto ungefährlich zugeht, und dass man dort jede Menge Spaß hat. Sympathisch und grandios unterhaltsam, so ein flauschiger Reihenhaus-Rapper.

Jörg Heinrich

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