"Das bräuchten wir in New York auch"

- Wohin man sieht - grau. Anzüge in Anthrazit. Kostüme, kariert in frischen Maustönen. Allein der Eindruck soll nicht täuschen: Das gediegene Publikum, das am Freitagabend zur Eröffnung der Franz-Marc-Retrospektive in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und dem Kunstbau München gekommen ist, schwelgt. Schwelgt in den Farben und anrührenden Motiven des Malers. Ein älterer Herr lächelt versonnen "Das Äffchen" (1912) an. Ein Paar betrachtet "Die kleinen blauen Pferde" (1911) und murmelt verstohlen: "Das über dem Tisch im Wohnzimmer ..."

500 Gäste - darunter 100 Leser, die die Karten in einem Quiz unserer Zeitung gewonnen haben - versammeln sich in dem langen schmalen Raum. Kulturstadtrat Michael Leonhart betont stolz, dass Franz Marc "der Münchner unter den Malern des Blauen Reiters" war.

Wie weit dessen Ruf lockt, beweist Geffrey Hoffeld: Der Kunsthändler ist extra aus New York gekommen. "Das bräuchten wir in New York auch", sagt er über die Schau. "Ich hoffe, die Ausstellung kommt nach Amerika. Sie gäbe wichtige Impulse für unsere jungen Künstler."

Münchens Kulturreferentin Lydia Hartl hört es gern. Viermal sei sie vorab schon in der Schau gewesen, sagt sie. Und fügt an: "Und ich komme sicher noch einmal."

Bis 8. Januar, Di.-So., 10-20 Uhr, Fr. 10-24 Uhr (24.12. und 31.12. geschlossen), Eintritt: 10 Euro/ermäßigt 5 Euro.

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