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Explosives Feuerwerk mit der Geige: David Garrett bietet in der Olympiahalle Crossover und viel für die Augen.

Neue Tour Explosive Live

Garretts Geigen-Feuerwerk in der Olympiahalle

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München - Auf seiner neuen Tournee heizt David Garrett seinen Fans in München ordentlich ein. In der Olympiahalle präsentiert der Geigen-Virtuose Rockklassiker im neuen Gewand.

Als David Garrett am Freitagabend zu Beginn seines Auftrittes durch die Stuhlreihen zur Bühne in der Mitte der ausverkauften Münchner Olympiahalle geht, die Geige unterm Kinn, schmelzen schon die ersten Herzen dahin. Von zierlich-schlanken und aufgehübschten Bussi-Bussi-Mädels im kurzen engen Mini bis hin zur Oma mit dickem Bernsteinring am Finger. Hach, der Superstar ist endlich da - und er ist so nah!

Fürwahr gibt sich der 35-jährige Stargeiger sehr nahbar, als ein normaler Junge, der einfach nur das macht, was er liebt: Musik, frei von jeglichen Konventionen und Grenzen. Ein Mann mit Geige, der 13.000 Besucher in die ausverkaufte Olympiahalle zieht - und er erinnert dabei irgendwie an den Rattenfänger von Hameln. Aber ja doch: David Garrett bezaubert jung und alt, egal ob aufgetakelt oder nicht, High Heels oder Halbschuh, ja: Frau UND Mann staunen ob seiner Virtuosität, seinem glänzenden Geigenspiel. Teufel aber auch, ist der Mann gut!

Rockklassiker mit klassischen Elementen

Für seine neue Tour Explosive Live hat der Musiker einige Rockklassiker mit klassischen Elementen versehen, beispielsweise Purple Rain von Prince, Kashmir von Led Zeppelin oder Ghostbusters, den Titelsong des gleichnamigen Kult-Films aus den 1980er-Jahren.

Rock und Klassik miteinander zu verschmelzen ist nichts Neues, aber wenn Garrett Klassik mit Rock vereint, wie das Klavierkonzert Nr. 1 von Tschaikowski, dann klingt das nicht nur gut, sondern ist tatsächlich genial. Und das alles an einem Abend.

Plaudereien über Musik

Zwischen den Liedern, die er mit seiner Band und dem Orchester der Neuen Philharmonie Frankfurt darbietet, plaudert er stets lächend und charmant über Musik - und redet zwischendurch auch kurz mal über was Privates: „Es sind verrückte Zeiten, in denen im Internet jeder irgendwas über jemand anderen schreiben kann. Oftmals anonym. Das tut manchmal sehr weh und geht ans Herz.“

Ob’s eine Anspielung auf angebliche Skandale in seinem Privatleben war, die heuer im Sommer die Runde machten? Egal, das Publikum applaudiert zustimmend und aufmunternd, als der Stargeiger mit ruhiger Stimme hinzufügt: „Lasst die Leute reden, es kümmert mich nicht. Denn ich weiß, wer ich bin.“

Schwarze Jeans auf Halbmast

Seine Fans wissen es auch: Der 36-Jährige ist ein sensationeller Musiker, der die Klassik zum Crossover für alle gemacht hat. Die schwarze Jeans auf Halbmast wie ein Rapper, dazu weiße, halbhohe Turnschuhe, T-Shirt, Sakko und natürlich seine Geige. Mehr braucht der einzigartige „Teufelsgeiger“ nicht, um die Massen zu begeistern.

Armin Rösl

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