Wo ist Raoul? In der neuen Staffel von „Lupin“ muss Assane (Omar Sy, re.) seinen Sohn finden und seine Rache vollbringen. Hilfe bekommt er dabei von Benjamin (Antoine Gouy) und weiteren Komplizen.
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Wo ist Raoul? In der neuen Staffel von „Lupin“ muss Assane (Omar Sy, re.) seinen Sohn finden und seine Rache vollbringen. Hilfe bekommt er dabei von Benjamin (Antoine Gouy) und weiteren Komplizen.

Zweite Staffel von „Lupin“ startet heute auf Netflix

Der Gentleman-Gauner ist in Bedrängnis

  • vonMayls Majurani
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Die französische Netflix-Serie geht in die zweite Runde. Mit fünf neuen Folgen findet die Geschichte von Assane Diop ein gelungenes Ende – vorerst.

Bei einem Familienausflug in der Normandie wird Assane Diops Sohn Raoul entführt. Und vor dem gesuchten Assane steht plötzlich der Polizeibeamte Youssef Guedira. So endete die erste Staffel der beliebten französischen Netflix-Serie „Lupin“. Nun findet die Geschichte mit fünf weiteren Folgen einen gelungenen Abschluss – vorerst. Denn Netflix hat bereits eine dritte Staffel angekündigt.

Auf die Rache an Pellegrini, der seinen Vater mit einer falschen Verdächtigung in den Selbstmord trieb, muss Assane (Omar Sy) noch warten. Die Sicherheit seiner Familie geht erst mal vor. Doch das ist für den von Leichtigkeit geprägten „Gentleman-Gauner“ gar nicht leicht. In Staffel zwei wird deutlich, wie mächtig die Menschen sind, mit denen sich der Arsène-Lupin-Fan anlegt.

Zweite Staffel von „Lupin“: Findet Assane einen Ausweg?

Während Assane in den ersten fünf Folgen noch recht aktiv gegen seinen Gegenspieler vorging, muss er nun viel Zeit damit verbringen, seinen eigenen Hintern zu retten. Hilfe bekommt er dabei von seinem Freund Benjamin (Antoine Gouy). Er muss aber auch neue Komplizen finden.

Denn die Macht seines Gegenspielers Hubert Pellegrini (Hervé Pierre) kam in der ersten Staffel trotz Mordauftrags nicht so zur Geltung wie jetzt. Die Serienmacher nehmen sich Zeit für ihn, zeigen viel von seinen Beziehungen und seiner Korruption. Es kommt sogar eine Parallele zu Assane zum Vorschein: Auch Pellegrini kann sich aus bedrohlichen Situationen befreien – nur eben mit anderen Methoden. Das macht den Charakter interessanter. Für die Polizei nimmt sich die zweite Staffel ebenfalls mehr Zeit. Das Trio aus Romain Laugier  (Vincent  Londez), Sofia Belkacem (Shirine Boutella) und Guedira (Soufiane Guerrab) wird für Assane sehr unangenehm.

„Lupin“-Staffel zwei: Wieder nach bewährtem Muster

Dieser muss schließlich neue Komplizen mit an Bord holen, um seine Rache vollbringen zu können. So kommt es zu einer Casting-Szene, die es wohl schon in hunderten Gangsterfilmen zu sehen gab, die aber trotzdem Spaß macht.

Das ist auch die große Kunst von „Lupin“. Grundsätzlich ist nichts neu. Die Serie folgt altbewährten Erzählmustern von Ganoven- und Detektivfilmen: Zunächst läuft etwas schief, zum Schluss erfährt der Zuschauer, dass alles Teil des Plans war. Auch die Bildsprache ist recht unauffällig, von Experimenten in Kameraführung, Vertonung oder Schnitt fehlt jede Spur.

Dieses Gewöhnliche ist aber so fehlerfrei umgesetzt, dass es keine Minute langweilig wird. So rücken auch die Charaktere in den Vordergrund. Mit dem charismatischen Omar Sy in der Hauptrolle funktioniert dieses Gerüst. Auch wenn es hin und wieder recht klar ist, was als Nächstes passiert, spürt man den Drang, weiterzuschauen.

Mayls Majurani

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