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Schmerzhaftes Gedenken: Der Veteran Barry Romo am Vietnam-Kriegerdenkmal in Chicago, wo er lebt.

„Der Schmerz, überlebt zu haben“

Diese Rede hielt der Vietnam-Veteran Barry Romo, 62, bei der Eröffnung der Ausstellung "Abseits der Schlachtfelder"

Vor 42 Jahren wurde mein Neffe in Vietnam getötet. Wir dienten im selben Gebiet, zur gleichen Zeit.

Ich brachte seinen Leichnam heim zu unserer Familie.

Ein versiegelter Militärsarg aus Aluminium, eingehüllt in eine Flagge.

Unsere Familie konnte seine sterblichen Reste nicht mehr sehen.

Die Wut und die Trauer über seinen Tod zerstörten uns beinahe.

Vor 35 Jahren ging der US-Krieg in Vietnam zu Ende. Die Kugeln und Bomben verstummten, aber die Opfer und die Trauer bleiben.

Wir versprühten Dioxin-haltige Entlaubungsmittel, mit Namen, die nach Regenbogen klangen.

Agent Orange. Agent Purple. Und viele andere.

Wir vergifteten mehr als zehn Prozent ihres Landes.

Noch schlimmer: Wir vergifteten die Menschen. Zehntausende Tote.

Zehntausende Geburtsfehler.

Das hält bis heute an.

Entlaubungsmittel sind noch schlimmer als Landminen, die mit Suchgeräten aufgespürt werden können.

Ich hatte das Glück, einige Opfer aus Vietnam zu treffen.

Diese Helden haben ihre Geburtsfehler besiegt.

Aber ohne Hilfe von Supermächten.

Wir müssen diese Opfer unterstützen.

Schülern wird auf der ganzen Welt beigebracht, wann Kriege beginnen und enden.

Aber das ist nicht die volle Wahrheit.

Kriege gehen nach den Kugeln und den Bomben weiter.

Es gibt weiterhin Opfer, auch nach den Kugeln und Bomben.

Vielleicht schauen Sie mich an und denken: „Gar nicht schlecht für einen Kriegsveteranen der Infanterie.“

Aber Ihnen bliebe verborgen, was in mir vorgeht.

Ihnen blieben die Schuldgefühle verborgen und der Schmerz darüber, meinen Neffen verloren zu haben.

Der Schmerz, überlebt zu haben.

Ich wünschte, ich wäre ein Einzelfall.

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