Deutsche Archäologie im Sudan: Von der Preußen-Expedition bis heute

- Khartum - Sudanesische Regierungsvertreter und deutsche Archäologen haben im Nationalmuseum von Khartum eine Ausstellung zur Geschichte deutscher Ausgrabungen in dem von Archäologen noch weitgehend unerforschten Land eröffnet. "Gerade in einer Zeit wie jetzt, da uns der Irak-Konflikt alle bedrückt, ist es wichtig, dass wir den Kontakt mit der anderen Kultur nicht abreißen lassen", sagte der Deutsche Botschafter im Sudan, Matthias Meyer, bei der Eröffnung.

<P> </P><P>Gezeigt werden in der Ausstellung neben Bildern von den Grabungsorten im Nordsudan auch Keramik, Statuenfragmente und eine Stele. Die Ausstellung ist Teil einer deutschen Kulturwoche im Sudan, zu der auch ein klassisches Konzert in der Wüste vor den Pyramiden von Meroe gehört.</P><P>"Im Sudan herrscht in der Archäologie, anders als in Ägypten, wo es momentan 170 Grabungen gibt, noch Pioniergeist", meint der Direktor des Ägyptischen Museums in Berlin, Dietrich Wildung, der selbst seit Mitte der 90er Jahre in der antiken Stadt Naga, rund 135 Kilometer nordöstlich von Khartum eine Ausgrabung leitet. Inzwischen arbeiten nach seinen Angaben 25 internationale Archäologen-Teams in dem ostafrikanischen Land, darunter sieben deutsche Forschergruppen. "Wir profitieren heute noch von den Aufzeichnungen, die Richard Lepsius und seine Expedition 1844 mit ihrer preußischen Gründlichkeit angefertigt haben", erklärt Wildung. Schwerpunkt der Arbeit der deutschen Archäologen im Sudan sind die Städte und Bauwerke der meroitischen Epoche (drittes Jahrhundert vor Christus bis viertes Jahrhundert nach Christus).</P>

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