Deutsche Grammy-Hoffnungen

- Los Angeles - Der Bariton Thomas Quasthoff aus Niedersachsen und der Münchner Klassik-Produzent Manfred Eicher sind erneut für Grammys nominiert worden. Sie erhielten die Anwartschaften auf einen der begehrten US-Musikpreise am Dienstag in Los Angeles. Nominiert wurde auch das Ensemble Musica Antiqua Köln unter Leitung von Reinhard Goebel. Die Verleihung in Los Angeles geht am 13. Februar 2005 über die Bühne.

<P>Quasthoff hatte im Februar dieses Jahres bereits den Grammy als bester klassischer Sänger des Jahres 2003 gewonnen. Diesmal wurde er in der selben Kategorie mit seiner Einspielung von Liedern - neben anderen von Strauss, Schubert und Mendelssohn - für die CD "A Romantic Songbook" nominiert. Mitbewerber um den Grammy sind Karita Mattila, Lorraine Hunt Lieberson, Susan Graham und Angela Maria Blasi.<BR><BR>Manfred Eicher wurde wie im Vorjahr als bester Klassik-Produzent nominiert. Bei der Grammy-Verleihung für 2003 war er allerdings leer ausgegangen. Der Gründer des Münchner Labels ECM hatte den Preis 2002 gewonnen. Diesmal erhielt er die Nominierung, die allein schon als hohe Anerkennung gilt, unter anderem für die Produktion von Till Fellners Interpretation von Bachs "Das Wohltemperierte Klavier" sowie für Machauts "Motteten" mit dem Hilliard Ensemble.<BR><BR>Die Musica Antiqua Köln und ihr Dirigent Reinhard Goebel fielen den Mitgliedern der Klassik-Sektion der US-Musikakademie mit ihrer Einspielung von Bibers "Harmonia Artificiosa" angenehm auf. Sie wurden in der Kategorie beste Darbietung eines kleinen Ensembles nominiert.<BR><BR>Auch eine gemeinsame Aufnahme des Radio-Sinfonie-Orchesters (RSO) mit der Big Band des Hessischen Rundfunks (hr) fand das Wohlwollen der "Grammy-Macher": Die Einspielung der Klassik/Jazz-Komposition "Scorched" von Mark-Anthony Turnage und John Scofield unter Dirigent Hugh Wolff wurde gleich zwei Mal nominiert, und zwar in der Kategorie Bestes klassisches Crossover Album sowie als Bestproduziertes Album. Hierfür zeichneten die hr-Toningenieure Wolfgang Decker und Charly Morell verantwortlich. Die Aufnahme entstand in Koproduktion mit der Deutschen Grammophon.</P>

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