Deutsches Filmmuseum zeigt Porträts von Jim Rakete

Frankfurt/Main - Deutsche Filmstars stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung des Fotografen Jim Rakete im Deutschen Filmmuseum. Der Titel "1/8 sec. Augen/Blicke/Porträts" bezieht sich auf die außergewöhnlich lange Belichtungszeit der mit einer Plattenkamera aufgenommenen Fotografien.

Die Ausstellung ist bis zum 4. Januar 2009 in Frankfurt zu sehen. Die Fotos wurden zuerst in Berlin gezeigt und sind auch in einem Bildband erschienen (Schirmer und Mosel Verlag).

"Ich gehöre einer Generation an, in der Filme stilprägende Wirkung hatten", sagte der 57 Jahre alte Berliner bei der Vorbesichtigung. Die Aufnahmen zeigten eine Art von Fotografie, die im digitalen Zeitalter "im Verschwinden begriffen" sei, sagte Rakete. Das "Experiment" bestehe darin, "mit einer altertümlichen Technik auf die Gegenwart zu schauen und damit Geschichten zu erzählen."

Unter dem Untertitel "Vertraute Fremde" zeigt die Ausstellung im Jahr 2007 entstandene Porträts bekannter Künstler unterschiedlicher Generationen wie Mario Adorf, Jürgen Vogel oder Martina Gedeck. Neben Schauspielern sind auch Schriftsteller, Musiker und Regisseure wie Martin Walser, Herbert Grönemeyer oder Volker Schlöndorff zu sehen. Einige der Porträtierten - wie der Schauspieler Ulrich Matthes oder der Jazzmusiker Till Brönner - werden in einer begleitenden Veranstaltungsreihe zu Gesprächen mit Jim Rakete erwartet.

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