Deutsches Theater mit neuer Leitung - Entscheidung über Spielstätte

München - Der Münchner Stadtrat wird wohl noch in diesem Jahr über die provisorische Spielstätte für das Deutsche Theater in München entscheiden. Er rechne mit einem Beschluss bei der Vollversammlung am 19. Dezember, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende und dritte Bürgermeister Hep Monatzeder (Bündnis 90/Die Grünen) am Donnerstag.

Der Aufsichtsrat hat sich für einen Standort in Fröttmaning nahe der Allianz-Arena ausgesprochen. Während der mehrjährigen Sanierung des historischen Theatergebäudes in der Innenstadt soll der Spielbetrieb dort in einem Zelt für 1500 bis 2000 Zuschauer weiterlaufen. Fest steht dagegen bereits die neue Leitung: Carmen Bayer und Werner Steer wurden am Dienstag vom Aufsichtsrat als Doppelspitze bestellt. Rund 40 Bewerbungen für die Theaterleitung waren bis zum Ende der Ausschreibungsfrist am 20. Oktober eingegangen. Bayer und Steer hatten den Vorteil, dass sie das Haus schon in den vergangenen Monaten kommissarisch geführt haben. Sie hätten die besten Antworten und Vorstellungen vorgelegt, wie es in den kommenden Jahren weitergehen solle, sagte Monatzeder. Geschäftsführerin Andrea Friedrichs war im Juli zurückgetreten.

Streit gab es unterem auch um Sicherheitsauflagen, die nach Mitteilung des Kulturreferates nicht eingehalten worden sein sollen. Mitte kommenden Jahres soll der Spielbetrieb in das Zelt verlagert werden. Das alte Gebäude, in dem seit rund 110 Jahren gespielt wird, wird dann umfassend saniert. Monatzeder geht grob geschätzt von Kosten um 100 Millionen Euro aus. Die Summe werde sicher nicht die ursprünglich angesetzten 130 bis 140 Millionen Euro erreichen. (dpa)

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