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„dicht & ergreifend“ rockten die Muffathalle.

Niederbayerisches Duo

„dicht & ergreifend“ in der Muffathalle: Feinste Unterhaltung von den Bazi-Rappern

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Die bairischen Mundart-Rapper „dicht & ergreifend“ spielten in der Münchner Muffathalle - unser Autor Armin Rösl war dabei, und restlos begeistert.

München - Um „dicht & ergreifend“ gerecht zu werden, müsste dieser Text freilich auf Bairisch geschrieben sein. Weil’s jeder verstehen soll, verzichten wir lieber darauf. Wer aber mag und kann, lässt sein Gehirn folgenden Absatz simultan übersetzen:

Sacklzement Halleluja, das ist fett! Zweieinhalb Stunden singen und hüpfen und rappen „dicht & ergreifend“ in der ausverkauften Muffathalle, stagediven tun sie auch noch – und fast keiner filmt mit dem Handy mit. Ja wo sind wir denn? Auf einem erdigen Konzert mit nassgeschwitzten T-Shirts auf und vor der Bühne. Hier hält fast keiner das Handy hoch, sondern die Hände. Zum Mitwippen im Takt, dazu den Kopf nicken, singen und hüpfen – was für eine Gaudi! „Muffathalle, macht’s mal a bisserl Lärm“, befehlen die Bazi-Rapper immer wieder. Und wie die Muffathalle Lärm macht! Und wie „dicht & ergreifend“ Spaß machen! Und wie die alten sowie die neuen Lieder der frischen CD „Ghetto mi nix o“ reinhauen! Ja mercidici, Dichties!

Seit vier Jahren rappen der Huber Michael (alias George Urkwell) und der Frischmann Fabian (alias Lef Dutti) aus Niederbayern als „dicht & ergreifend“ auf Bairisch über die Sonnen- und Schattenseiten der Heimat. Der DJ Spliff (Markus Hinkelmamm) lässt übers DJ-Pult die HipHop-Beats bumpern, Goldie Horn bläst die Tuba, dazu spielt noch eine Trompete – das ist fett, dicht, ergreifend, ehrlich.

Hoffentlich bleiben die zwei Burschen bodenständig und die zehn Euro Extra-Eintritt für die Aftershow-Party waren ein Ausrutscher. Da sind viele enttäuscht am Eingang umgedreht.

Armin Rösl

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