Dichterfürsten treten zurück

Popgruppe Blumfeld: - In seinen Liedern ist Jochen Distelmeyer, Sänger und Autor der Popgruppe "Blumfeld", durchaus ein Freund großer Worte. Jetzt aber, am Ende, macht er nicht viel Federlesens: "Ein Kreis schließt sich", heißt es auf der Internet-Seite der Band. Nach 16 Jahren habe man darum beschlossen, "Blumfeld" aufzulösen.

Die Hamburger traten 1990 zum ersten Mal in Erscheinung und lösten schon mit ihrem Debüt-Album "Ich-Maschine" Begeisterung bei der Kritik aus. Mit den Folgewerken "L‘Etat et moi" und "Old Nobody", in denen sie ihre Musik vom grobschlächtigen Rock in Richtung Soul und sogar Schlager verfeinerten, wurden sie zur wichtigsten Popband Deutschlands. Nach der Neuen Deutschen Welle waren sie die ersten, die stilbildend auf Deutsch sangen.

Distelmeyer verband Slogans mit lyrischer Selbstbespiegelung und Ironie und wurde entsprechend als "Dichterfürst" der deutschen Popmusik verehrt. Das Feld, das "Blumfeld" bestellten, wird von Bands wie "Wir sind Helden" erfolgreich abgeerntet. Erreicht wurden "Blumfeld" allerdings nie.

Am 25. April kann man die Band noch einmal live erleben ­ im Münchner "Backstage".

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