Diskussionspartner "Geschichte der Kunst"

- Der Mann - dunkel, kraftvoll - zieht die Ruder mächtig durch; Frau und Kind - hell, duftig, weich - blicken ihn bewundernd an. Mary Cassatts Bild einer Sommeridylle hat Herausgeber und Oxford-Professor Martin Kemp in dem gewichtigen Band "Geschichte der Kunst" (DuMont Verlag, Köln; 560 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 49,90 Euro) dem Unterkapitel "Das Frauenbild" in dem umfassenden Abschnitt "Das Zeitalter der Revolutionen 1770-1914" zugeordnet.

<P>Man sieht schon, diese Historie der bildenden Kunst, möchte in der Menge gleich gearteter Bücher Akzente setzen, ohne die traditionelle Betrachtung gleich umstülpen zu wollen. Die Texte der Autoren (vor allem aus dem englischsprachigen Raum) versuchen, dem aktuellen Forschungsstand gerecht zu werden und trotzdem allgemein verständlich zu sein. Allerdings richtet sich der üppig illustrierte und durchaus anspruchsvolle Wälzer nicht nur an eine interessierte, sondern auch an eine schon etwas vorgebildete Leserschaft. Mit Fachbegriffen wird nicht unbedingt gegeizt.</P><P>Eng gefasst ist der Kunst-Begriff, der nur die europäischen und später auch die amerikanischen Linien erfasst. Das Buch ist spannend, wenn man es gewissermaßen als Diskussionspartner "hernimmt" und ihm auch einmal "widerspricht" oder sogar damit "hadert". Viele profunde Informationen gibt es dann gratis dazu - und vor allem verlockende Bild-Schwelgereien.sida<BR></P>

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