documenta steuert auf Besucherrekord zu

Kassel - Die Kasseler documenta steuert nach eigenen Angaben auf einen Besucherrekord zu. Die wichtigste Ausstellung moderner Kunst werde bis zur Halbzeit am Samstag 330 000 Gäste begrüßen können, teilten die Ausstellungsmacher am Donnerstag in Kassel mit.

Vor fünf Jahren bei der letzten documenta seien es zum selben Zeitpunkt 314 000 Besucher gewesen. Letztlich hatten die documenta 11 nach offiziellen Angaben 650 000 Gäste gesehen. Die "d12" hatte daraufhin als Ziel "650 000 plus eins" ausgegeben.

Aus diesen Besuchszahlen schon die Publikumsbilanz am Ende zu ermitteln wäre unseriös, sagte documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld. Schließlich könne niemand die Entwicklung im August und September vorhersagen. "Wir sind dennoch zuversichtlich, am Ende der Ausstellung mindestens so viele Besucher wie 2002, wahrscheinlich doch einige mehr begrüßen zu dürfen." Das tägliche Programm in der documenta-Halle habe eine sehr gute Resonanz. "Groß wie noch nie" sei auch das Interesse an der Kunstvermittlung. Das vielfältige Angebot von Führungen durch Schüler bis zu Audioführungen per iPod werde außergewöhnlich gut angenommen.

Die Besucher würden "eine erstaunlich große Neugierde mitbringen und eine Bereitschaft, sich auf die documenta 12 einzulassen", sagte documenta-Chef Roger Buergel. "Kunst funktioniert als Medium der Welterkenntnis, jedenfalls erfahre ich das täglich in der Ausstellung und in der Begegnung mit dem Publikum. Es gibt eine wunderbare, von Neugier und Konzentration geprägte Atmosphäre", sagte Buergel. Die documenta endet nach 100 Tagen am 23. September.

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