50 Dollar für "Goldene Adele" in der Neuen Galerie New York

- New York - Gustav Klimts Meisterwerk "Adele Bloch-Bauer I", mit 135 Millionen Dollar (107 Millionen Euro) das teuerste Gemälde der Welt, ist auch für den bloßen Betrachter teuer.

50 Dollar müssen Besucher der Neuen Galerie in New York hinlegen, wenn sie das goldglänzende Porträt mit dem Spitznamen "Goldene Adele" in Ruhe genießen wollen. In der Ausstellung sind bis zum 18. September auch die übrigen vier Klimt-Gemälde zu sehen, um die sich die Bloch-Erben jahrelang mit der österreichischen Regierung gestritten hatten.

Die kleine Galerie an der Fifth Avenue kassiert den hohen Preis allerdings nur am Mittwochnachmittag, dem so genannten "Private Viewing Day". Sonst gilt der übliche Eintrittspreis von 15 Dollar. Den ungewöhnlich teuren Preis erklärte die Neue Galerie auf ihrer Webseite mit der "hohen Nachfrage". Medienberichten zufolge stehen seit der Eröffnung vergangene Woche täglich rund 1500 Besucher Schlange, und das Museum erwartet noch mehr Andrang.

Kosmetik-Unternehmer Ronald Lauder, einer der Mitbegründer der Neuen Galerie, hatte das Bild Mitte Juni von der letzten lebenden Nichte Adele Bloch-Bauers, Maria Altmann, für den Spitzenpreis erstanden. Die heute 90-Jährige hatte nach jahrelangem Streit vor einem österreichischen Schiedsgericht ihre Ansprüche auf dieses Erbe geltend gemacht. Bis dahin hingen die Klimt-Bilder im Wiener Museum Belvedere.

New Yorks Museen sind grundsätzlich nicht billig. Das renovierte und vergrößerte Museum of Modern Art (MoMA) kassiert von seinen Besuchern 20 Dollar Eintritt, und auch das Metropolitan Museum of Art an der Fifth hob vergangene Woche seine Eintrittspreise auf 20 Dollar an.

www.neuegalerie.org/german/neuemain.html

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