Waffenhändler von OEZ-Amoklauf zu sieben Jahren Haft verurteilt

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Mit dem Donauwalzer Rumänien und Bulgarien begrüßt

- Den Höhepunkt hob sich Zubin Mehta bis zum Schluss auf: Mit dem berühmten Donauwalzer von Johann Strauß Vater hieß der Stardirigent am Ende des traditionellen Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker offiziell Rumänien und Bulgarien in der Europäischen Union willkommen, und die Musiker wünschten der Welt lautstark ihr nicht weniger traditionelles "Prosit Neujahr".

Zubin Mehta (70), der sich selbst gern als "Wiener Dirigent, der zufällig in Indien geboren ist", bezeichnet, leitete die Gala nach 1990, 1995 und 1998 bereits zum vierten Mal. Und das fast ausschließlich aus Männern bestehende Renommierorchester schien sich für den Maestro bei insgesamt 16 Walzern, Polkas oder Galoppen ganz besonders ins Zeug zu legen. Mehta, der seine musikalische Ausbildung in Wien erhielt, ist seit 2001 Ehrendirigent der Philharmoniker. Weltweit sahen schätzungsweise 50 Millionen Fernsehzuschauer das Konzert, zeitversetzt übertrugen außerdem 38 Radiosender ­ unter anderem in Russland, China und den USA ­ das Musikereignis aus dem prunkvollen, mit Blumen-Bouquets geschmückten Goldenen Musiksaal des Wiener Musikvereins.

Die Strauß-Familie, und hier insbesondere der vielleicht begabteste Strauß-Sohn Joseph, dominierten das Luxuskonzert, das bereits seit knapp einem Jahr völlig ausverkauft war. Zwei Stücke, darunter den "Elfenreigen", hatte der für das Programm zuständige, über 80-jährige Strauß-Forscher Franz Mailer allerdings aus dem Werk von Josef Hellmesberger ausgewählt, dessen Todestag sich 2007 zum hundertsten Mal jährt. Der Dirigent, Komponist und Geiger war von 1901 bis 1903 Nachfolger von Gustav Mahler als Leiter der Philharmonischen Konzerte.

Zu den bisher noch nie gespielten Stücken des berühmtesten Konzerts der Welt gehörten 2007 "Flattergeister" von Joseph Strauß, "Ohne Bremse" von Eduard Strauß und die "Erinnerungen an Ernst" (Karneval in Venedig) von Johann Strauß Vater. Bei diesem Stück ließ Mehta seine Musiker-Solisten brillieren, die bei dieser virtuosen Parodie auf ein volkstümliches Wiener Lied komödiantisches Talent zeigten. Auf Mehtas eigenen Wunsch wurde in diesem Jahr auch der Walzer "Wo die Citronen blühen" von Johann Strauß ins Programm genommen.

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