Doppelte "Ariadne"

- "Musik ist eine heilige Kunst", singt der Komponist in der Oper "Ariadne auf Naxos" - heuer erstmals in Garmisch-Partenkirchen. Denn der Ort, in dem der leibhaftige Komponist der "Ariadne" vierzig Jahre lebte, stemmt vom 15. bis zum 20. Juni wieder ein kleines kompaktes Festival: die 16. Richard-Strauss-Tage.

<P>Meisterkurs mit Julia Varady</P><P>In ihrem Zentrum stehen zwei halbkonzertante "Ariadne"-Aufführungen am 18. und 20. Juni, die es in sich haben: Melanie Diener singt ihre erste Ariadne, und Lioba Braun ereifert sich als Komponist. </P><P align=center></P><P>Laura Claycomb ist die Zerbinetta,  Olaf  Bär der Musiklehrer. Den Part des Bacchus übernimmt Frank van Aken, als Haushofmeister gibt sich der Intendant der Zürcher Oper, Alexander Pereira, die Ehre. Am Pult des Münchner Rundfunkorchesters steht Ulf Schirmer.</P><P>Rund um die durch Bank-Sponsoren ermöglichte "Ariadne" konzipierten Festival-Geschäftsführer Manfred Frei und Christian Lange ein Programm für Kenner und Neugierige. Rudolf Buchbinder wird mit dem Deutschen Streichtrio das Klavierquartett op. 13 von Strauss sowie Werke von Mahler und Reger aufführen (15. 6.). "Ich wollt' ein Sträußlein binden" ist der Abend mit dem Chor des BR unter Michael Gläser überschrieben (16.6.).</P><P>Einen Tag später gastieren dort erstmals die Münchner Philharmoniker mit James Levine. Im Gepäck haben sie unter anderem den "Till Eulenspiegel". Er soll auch in einer für Kinder eingerichteten Version von Franz-David Baumann und dem Panama Ensemble die Lust der Jüngsten auf Strauss wecken. Im Nachmittagskonzert im Kongresshaus (20.6.), aber auch beim Straßentheater, das per Kutsche Samstag, 19.6., ab 10 Uhr den Ort erobert.</P><P>Waltraud Meier wird ihre Fans am 19. Juni nach Garmisch-Partenkirchen locken, wo sie erstmals Strauss-Lieder singt. Dazu solche von Brahms, Wolf und Wagners Wesendonck-Lieder.</P><P>Zwei weitere Operndiven melden sich im Garmisch zu Wort: Dame Gwyneth Jones mit einem musikalischen Gedenkblatt an Pauline de Ahna - "Die Frau im Schatten" von Richard Strauss. Und Julia Varady, die in einem öffentlichen Meisterkurs ihr Können an den Nachwuchs weitergibt. </P><P>Ein hochkarätig besetztes Symposion befasst sich am 19. Juni, 11 Uhr, unter der Leitung von Dieter Borchmeyer mit dem Strauss' "Salome" zitierenden Thema: "In unseren Tagen zeigt sich Gott nicht". Es geht um Musik und Religion in der Moderne. Komponist Wolfgang Rihm, Dirigent Ulf Schirmer, Architekt Stephan Braunfels, Religionsphilosoph Kurt Hübner und Theologe und Musikologe Meinrad Walter diskutieren.</P><P>Karten an allen Vorverkaufsstellen in und um München. <BR>Weitere Infos: www.richard-strauss-tage.de.</P>

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