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Chaos in der Klinik: Chefarzt Meinunger (Heiner Lauterbach, re.) und der Haustechniker (Christoph M. Ohrt).

„Doppelzimmer“ in Münchens Komödie im Bayerischen Hof

München - Kerzen und Platzerl gibt's eh in der ersten Adventswoche. Dazu kriegt man in Münchens Komödie im Bayerischen Hof pünktlich zum 1. Dezember das Stück „Doppelzimmer", ein Bühnen-Erstling der deutsch-chilenischen Autorin Stella Muller.

Und die Prognose sei gewagt, dass diese Krankenhaussatire mit romantischen Untertönen, seit einem Jahr auf Tournee erprobt, für ein heiter-kribbelndes Theatervergnügen sorgt. Immerhin spielen Heiner Lauterbach und Christoph M. Ohrt die tragenden Rollen.

Gut aufgelegt verrieten die beiden TV- und Bühnenasse, die obendrein seit 25 Jahren befreundet sind, schon mal ein bisschen etwas von dieser vorweihnachtlichen „Bescherung“. Lauterbach hatte die Autorin 1983 bei Dreharbeiten in Chile kennengelernt und für dieses, 2007 fertig gestellte Stück einen speziellen Regisseur gesucht: jemanden, der „nicht auf Ego-Trip ist“ und „eine „gewisse Flexibilität“ aufbringt. Mit Pascal Breuer, als Schauspieler Stammgast in Margit Bönischs Komödie im Bayerischen Hof, war dieser Mann gefunden. „Wir haben auf unserer Tournee anhand der Publikumsreaktionen auch immer wieder am Text weitergearbeitet“, erzählt Lauterbach. „Es ist eine schräge Komödie mit G’spinnerten, in der es auch um das Gesundheitswesen geht. Der Vorstandsvorsitzende eines Krankenhaus-Imperiums ist verstorben, und Professor Meinunger, meine Rolle, spekuliert auf diesen Posten.“ Da der Sohn des Verstorbenen eventuelle Nachfolger selbst in Augenschein nehmen will, allerdings inkognito, entwickelt sich ein verzwicktes Verwechslungsspiel. Zwecks Spannungserhaltung sei hier nicht verraten, welche Aufgabe Christoph M. Ohrt in dieser durch Chefärztin Dr. Huhn und Krankenschwester Isabella noch erotisch angeheizten Intrige zukommt.

Ohrt, gebürtiger Hamburger, kehrt mit diesem Stück nach 30 Jahren TV- und Filmkarriere (zwischen „Tatort“, „Echte Kerle“ und den Serien „HeliCops“ und „Pfarrer Brown“) zum ersten Mal auf die Bühne zurück. Er gibt freimütig sein „grauenhaftes Lampenfieber“ zu: „Aber es ist schon ein tolles Gefühl, jeden Abend diese Anspannung mit den Kollegen zu teilen. Und ich habe die Chance, das Handwerk wieder zu trainieren.“ Auch für Heiner Lauterbach, der neben seinen Kino-, Fernseh-Filmen, Synchron- und Regiearbeiten regelmäßig Theater spielt, ist „Theater einfach die Basis unseres Berufes“.

Malve Gradinger

„Doppelzimmer“ vom 1. 12. bis 22. 1. in der Komödie im Bayerischen Hof; Telefon 089/ 29 28 10.

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