Dramatiker Peter Hacks gestorben

- Schon lange war es um ihn still geworden, wenn auch Stücke wie "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe" immer mal wieder aufgeführt werden. Peter Hacks, Dramatiker, aber auch Lyriker und Essayist, starb am Donnerstag 75-jährig in Groß Machnow bei Berlin. In den 70er-Jahren war er unglaublich en vogue, begeisterten sich die Theatermacher für ihn. Wie das "Stein-Gespräch" oder "Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern" war seine "Schöne Helena" ein Renner.

<P>In München landete der junge Mann, der am 21. März 1928 in Breslau geboren worden war und im Ruhrgebiet aufwuchs, seinen ersten Dramen-Erfolg. Für "Die Eröffnung des indischen Zeitalters" bekam Hacks 1954 den städtischen Preis beim "Wettbewerb für junge Autoren" - und eine Kammerspiele-Inszenierung. Dennoch verließ der Künstler, für den die Bundesrepublik zum verhassten System des "Imperialismus" gehörte, diese Heimat in Richtung DDR. </P><P>Ihr blieb er bis zuletzt treu - trotz Mauerbaus, trotz der Schikanen, denen er selbst ausgesetzt war. Er verteidigte sogar die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Deswegen wurden Stücke von ihm im Westen abgesetzt. Hacks kam zunächst im Berliner Ensemble unter, dann im Deutschen Theater, flog aber 1963 hinaus, als das Werk "Die Sorgen und die Macht" von der SED abgekanzelt und verboten wurde. Auch "Moritz Tassow" wurde niedergemacht. Hacks' Zuflucht: Mythologie und alte Dramen - sein Traum von "sozialistischer Klassik".<BR></P>

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