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An der Seite von Katharina Wagner (r.) und Eva Wagner-Pasquier soll ein Kaufmann das Führungsgespann der Bayreuther Festspiele komplettieren.

Bayreuth: Verstärkung für die Geschäftsführung

Bayreuth/München - Die Spitze der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele wird neu geordnet. Ein Kaufmann soll als dritter Geschäftsführer an die Seite der künstlerischen Leiterinnen Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner treten.

Es gehe nicht um eine Entmachtung der Wagner-Schwestern, sagte Verwaltungsratschef Toni Schmid der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch in München. „Jedes Opernhaus, das ich kenne, hat einen kaufmännischen Direktor.“ Das RBB-Kulturradio hatte berichtet, der Verwaltungsrat habe die Entscheidung bei seiner jüngsten Zusammenkunft getroffen. „Es war eine einstimmige Entscheidung aller Beteiligter“, sagte Schmid.

Der Vorschlag sei von den beiden Geschäftsführerinnen gekommen. „Sie brauchen auch jemanden an ihrer Seite, der mit dem GmbH-Recht vertraut ist.“ Der kaufmännische Direktor werde für die Gesellschafter Ansprechpartner bei finanziellen Fragen sein. Die künstlerische Leitung liege weiterhin bei Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner. Die beiden waren für eine Stellungnahme am Mittwoch nicht zu erreichen.

Pormi-Schaulaufen in Bayreuth

Promi-Schaulaufen in Bayreuth

Der dritte Geschäftsführer werde ab sofort gesucht, ein Einstellungsdatum stehe aber noch nicht fest, sagte Schmid. Wer den Posten bekomme, entschieden die Gesellschafter; die Wagner-Schwestern würden aber sicherlich mitreden.

Dem RBB-Kulturradio zufolge zieht der Verwaltungsrat mit der Neuordnung der Festspiel-Führung Konsequenzen aus einer Reihe von Fragen und Beanstandungen von Bundes- und Landesrechnungshof, etwa wegen Unregelmäßigkeiten bei der Kartenvergabe.

dpa

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