Dubarry und die Monroe

- Das hat Klaus Schultz, der Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, schon gut getimt. Zu dem Termin, an dem offenbar der Ministerrat über die Verlängerung oder Nichtverlängerung von Schultz' Intendantenvertrag entscheiden wollte, legte der Bühnenchef, der so gerne über 2007 hinaus seinem Haus vorstehen würde, den Spielplan für die kommende Saison vor. Und prompt hat sich, wie gestern bereits gemeldet, der Ministerrat vertagt. Ob zu Gunsten des "alten" Intendanten oder des vom Kunstministerium erwünschten vorlauten neuen (Ulrich Peters aus Augsburg), wird sich weisen.

Jedenfalls versprechen in dem äußerst pfiffig gestalteten Spielzeitheft die nun von Schultz angekündigten Premieren die gewohnte Mischung aus Klassik und leichter Muse.

 "Der Bajazzo"/ "Cavalleria rusticana" von Leoncavallo und Mascagni, Regie Christian Sedlmayer, Dirigent David Stahl - 16. Oktober 2005.

 "Der Barbier von Sevilla" von Rossini, Regie Claus Guth, Dirigent David Stahl - 18. Dezember.

 "Die Dubarry" von Millöcker, Regie Valentina Simeonova, Dirigent Andreas Kowalewitz - 12. Februar 2006.

 "Die lustigen Weiber von Windsor" von Nicolai, Regie Julia Riegel, Dirigent Adrian Müller - 9. April.

 "Marilyn", Musical von Klein und Truan, Uraufführung - 18. Juni.

Zu allen Premieren werden Einführungsmatineen und Voraufführungen angeboten.

Das Tanztheater des Gärtnerplatzes feiert zehnjähriges Bestehen. Premieren gibt es am 27. November 2005, am 5. März 2006 und am 8. Juli.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Baselitz und Deutschland
Der Maler, Grafiker und Bildhauer Georg Baselitz über Erinnerungen, Klassiker und Widerständler, Deutschland und Nationalismus
Baselitz und Deutschland
Der letzte Stummfilm-Schrei
Das Orchester Jakobsplatz spielte im Rahmen seiner Reihe „Flimmerkammer“ in den Münchner Kammerspielen zu „Der Student von Prag“. Lesen Sie hier unsere Kritik:
Der letzte Stummfilm-Schrei
Pussy Riot wollen nicht aufgeben
Sie war im Straflager und gilt als Ikone des Widerstands: Pussy-Riot-Aktivistin Mascha Alechina kommt jetzt in die Münchner Muffathalle. 
Pussy Riot wollen nicht aufgeben
David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht
David Guetta war am Donnerstag in der Olympiahalle zu Gast und begeisterte einmal mehr sein Publikum. Auch unsere Redakteurin war mit dabei - und fand es einfach nur …
David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht

Kommentare