Düsseldorfer Stadtrat muss Weichen für Heine-Preis neu stellen

Düsseldorf - Nach dem Eklat um den Autor Peter Handke muss der Düsseldorfer Stadtrat die Weichen für die kommende Vergabe des Heinrich-Heine-Preises neu stellen. Nach der Diskussion im Ältestenrat der Stadt sei davon auszugehen, dass die Verwaltung dem Stadtrat bald einen neuen Satzungsentwurf vorlegen könne, sagte ein Sprecher der Stadt.

Derzeit werde vor dem Hintergrund des Handke-Streites 2006 noch die inhaltliche Ausrichtung sowie die Rolle der Politik im Preisverfahren diskutiert.

Der nächste Preis soll zum Geburtstag des Dichters Heinrich Heine (1797-1856) am 13. Dezember überreicht werden. Da zunächst noch eine prominente Jury und ein geeigneter Kandidat gefunden werden muss, gerät das gesamte Verfahren inzwischen unter Zeitdruck.

Die Zuerkennung der renommierten Auszeichnung an den Schriftsteller Peter Handke hatte vor zwei Jahren zu einem auch international beachteten Eklat geführt, als das Düsseldorfer Kommunalparlament wegen Handkes umstrittener Haltung zum serbischen Ex-Diktator Milosevic gegen die Vergabe protestierte. Der aufgebrachte Autor verzichtete schließlich auf die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung.

Der seit 1972 vergebene Preis soll an den in Düsseldorf geborenen Dichter Heine erinnern. Träger sind unter anderem die Autoren Carl Zuckmayer, Max Frisch, Hans Magnus Enzensberger und Elfriede Jelinek.

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