Durchblutete Werke

- "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchblutetes Kunstwerk mit einer Aussage." Das ist Karl Amadeus Hartmanns Anspruch an seine Kompositionen. In München ist er vor allem als Gründer der "musica viva"-Reihe bekannt. Diese rief er kurz nach dem Krieg ins Leben. Er selbst war unter der Nazi-Herrschaft mit einem Aufführungsverbot belegt worden. Die Münchner Musikhochschule veranstaltet zum 100. Geburtstag des 1993 verstorbenen Hartmann am kommenden Samstag eine Musiknacht. Dabei stehen nicht nur seine Werke, sondern auch Kompositionen anderer Tonschöpfer wie Bach, Henze und Orff auf dem Programm. In der gesamten Musikhochschule werden verschiedene Ensembles und Solisten auftreten.

Vorab sind in der Reaktorhalle bereits morgen fünf kleine Opern Hartmanns unter dem Titel "Das Wachsfigurenkabinett" zu erleben. Zwei weitere Aufführungen gibt es imRahmen der Musiknacht. Unterstützt wird die Hartmann-Nacht von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und vom Bayerischen Rundfunk, der die Veranstaltungen am 2. August, dem Geburtstag Hartmanns, ab 19 Uhr auf Bayern 4 Klassik als Aufzeichnung sendet.ks <P>Musikhochschule, Arcisstraße 12; 19 bis 1 Uhr;<BR>Infos unter www.musikhochschule-muenchen.de</P><P><BR> </P>

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