Gürtel-Attacke gegen Kippa-Träger: Täter schuldig gesprochen

Gürtel-Attacke gegen Kippa-Träger: Täter schuldig gesprochen

Edle Farben

- Das Thema vom Aufstieg machtgieriger Karrierefrauen ist zeitlos aktuell. Monteverdi hat es bereits 1642 in Venedig mit "L'incoronazione di Poppea" (Die Krönung der Poppea) auf die Opernbühne gebracht. Um von Nero zur Kaiserin von Rom gekrönt zu werden, kennt Poppea keine Skrupel.

<P class=MsoNormal>Im Juli 1997 erlebte die Oper im Münchner Prinzregententheater (Regie: David Alden) ihre gefeierte Premiere. Jetzt war die Wiederaufnahme in den farbenfrohen, üppigen und epocheübergreifenden Kostümen von Buki Shiff. Erstmals gab Harry Bicket, ebenfalls wie zuvor Ivor Bolton vom Cembalo aus, den Takt für die Gesangssolisten, die acht Instrumentalisten des Monteverdi-Continuo-Ensembles und die Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters an. Barockoper auf hohem Niveau auch ohne große Mittel. Filigrane Detailarbeit an subtiler Gesangs- und Musizierlust, geprägt von edler Farbigkeit.</P><P class=MsoNormal>In der Partie des Ottone debütierte der amerikanische Countertenor Lawrence Zazzo mit flexiblem samtigem Timbre. Überhaupt blieb viel Raum für zarte Töne. Besonders glänzten Aga Mikolaj (Drusilla) sowie Anna Catarina Antonacci als facettenreiche vor allem von grausamem Ehrgeiz, aber auch von starker, sich zärtlich äußernder Liebe besessene Poppea. Wunderbar im Ausdruck mit großer und sehr kultiviert geführter sonorer Stimme Lá´szló´ Polgá´r in der Partie des Seneca. Er debütierte damit an der Bayerischen Staatsoper.</P><P class=MsoNormal>Sopranist Jacek Laszczkowski war als windiger Nero zu erleben. Warm und geschmeidig der Mezzo von Monica Bacelli als Ottavia und glänzend skurril Dominique Visse, besonders als Vertraute der Poppea. Stimmlich ausgesprochen berührend ein namenloser junger Solist des Tölzer Knabenchors (Amor). Sehr zart, mit feinstem Pianissimo im Orchester unterlegt schließlich das Schlussduett von Poppea und Nero.</P>

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