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Gut gelaunt: Beatrice Egli.

Konzertkritik

„Egli Air“ startet im Circus Krone

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München - „Im Flug um die Welt“ lautete das Motto für den Auftritt von Beatrice Egli im Münchner Circus Krone. Lesen Sie hier unsere Konzertkritik:

Nein, abgehoben ist Beatrice Egli ganz und gar nicht. Obwohl ihr Konzert im Circus Krone in München unter dem Motto „Im Flug um die Welt“ steht, verzückt sie ihre Fans weiterhin als bodenständiges Schlagerspatzl aus dem eidgenössischen Kanton Schwyz. Wer Beatrice Egli, die nicht umsonst aus dem Örtchen Lachen stammt, nicht herzig findet, hat sich im Kino auch gewünscht, dass Bambi vom Bulldog zerhäckselt wird.

Unter den fünf Sinnen des Menschen gehen an diesem Abend eindeutig die Augen als Sieger hervor, denn die Weltreiseshow ist richtig hübsch inszeniert. Schon vor Beginn zeigen Flughafen-Anzeigetafeln die Reiseroute von „Egli Air“ an. Schwyzerdütsche Ansagen fordern die Egli-Passagiere auf, ihre Plätze einzunehmen. Beatrice kommt nicht als brave Stewardess auf die Bühne, sondern als Pilotin, die das Steuer in der Hand hält, längst emanzipiert von Captain Bohlen. Sie kann singen, kann unterhalten und trägt so eine Show mühelos.

Dabei sind die Ohren leider nur zweiter Sieger. Denn die Lieblosigkeit des modernen deutschen Schlagers kann auch Captain Egli nicht weglachen. Die Texte klingen nicht nach Weltreise, sondern nach Grundschul-Wandertag: „Wir sind eins, ich freu mich so. Wir sind gut drauf, verrückt und froh.“ Hier hat sich nicht viel getan, seit Tina York 1974 das Grundgesetz des Schlagers zementierte: „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten.“

Und weil es die größte Angst deutscher Schlagermacher ist, die Fans zu überfordern, muss die arme Bea auch noch „99 Luftballons“ und „Tausendmal berührt“ nachsingen. Da klingt „Egli Air“ dann leider doch nach Billigflieger.

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