Eine Kunstreise, die aus dem Rahmen fällt

- Mittlerweile ist die Lange Nacht der Museen ja gar nichts Besonderes mehr. Dies gesteht selbst Ralph Gabriel ein. Als Geschäftsführer von Münchner Kultur, die alljährlich die Großveranstaltung organisiert, schreckt er ansonsten vor überschwänglichsten Lobes-Phrasen nicht zurück. Doch nun rückt schon die vierte Museums-Nacht am 19. Oktober näher, 40 000 Besucher werden erwartet und allerlei Höhepunkte sind vorprogrammiert.

<P>Das Bild der Tänzerin Saharet ziert das Plakat der Veranstaltung. Um 1900 hatte sie die Münchner Künstler in Wallung gebracht, heute steigt sie für das Plakatmotiv aus einem Bilderrahmen. Fast genauso forsch sollen nun die Münchner Bürger durch die Kunstwelt stapfen. Wieder werden sie scharenweise die Bus-Touren von kleinsten zu größten Ausstellungsorten nutzen, und wieder gibt es Klassisches und Skurriles zu entdecken.<BR><BR>Prominentester Neuzugang im Angebot ist natürlich die Pinakothek der Moderne, prominentester Mini-Stammgast ist das Haidhausener Kartoffelmuseum, das erneut mit seinen Lebkuchen, aber auch mit einem Kinderprogramm lockt.<BR>Daneben sind für die Tour-Teilnehmer an diesem Abend circa 80 Museen, Privatgalerien und staatliche Sammlungen geöffnet. </P><P>Die Programmbroschüre offeriert neben den vielen aktuellen Ausstellungen eine Fülle an Möglichkeiten, vom "Egyptian Zapping" im Museum Ägyptischer Kunst bis zu den Schleißheimer Schlosspfeifern in Nymphenburg. In der Kraftmaschinenhalle des Deutschen Museums ist eine Klanginstallation zu erleben, im Archäologischen Museum darf man steinzeitliches Feuerschlagen üben und in der Residenz sind Tänze aus dem 17. Jahrhundert zu erleben.<BR><BR>Die Organisatoren empfehlen die Nutzung des Vorverkaufs, schon damit sich die Kunden am bewussten Abend Zeit sparen. Aber auch am 19. Oktober selbst können Karten bei den Museen und am Odeonsplatz erworben werden, wo um 19 Uhr die ersten Busse starten werden. Für Kinder ist schon ab 14 Uhr einiges geboten. Ende der Museumsnacht ist für 2 Uhr nachts angesetzt. Dann werden alle Teilnehmer womöglich um einiges gebildeter sein.<BR><BR></P>

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