Eine Lola für Lenin ?

- Einen großen Favoriten gibt es für den 53. Deutschen Filmpreis, der morgen in Berlin vergeben wird: "Good bye, Lenin!" von Wolfgang Becker ist sechsmal für eine "Lola" nominiert. Die Tragikomödie, in der die DDR wieder aufersteht, lockte 5,8 Millionen Besucher ins Kino.

Um die Lola-Statuetten konkurriert außerdem der Episodenfilm "Lichter" von Hans-Christian Schmid - immerhin gab es hierfür vier Nominierungen. In der Kategorie "Bester Film" sind noch vier weitere Streifen dabei: "Nackt" von Doris Dörrie, "Solino" von Fatih Akin, "Elefantenherz" von Züli Aladag und "Pigs Will Fly" von Eoin Moore. Die Lola in Gold ist mit 500 000 Euro dotiert, davon 250 000 Euro allein für die Nominierung. Insgesamt geht es bei der höchst dotierten deutschen Kulturauszeichnung um fast drei Millionen Euro.<BR><BR>"Good bye, Lenin!" könnte nicht nur Film-Sieger werden. Katrin Saß und Daniel Brühl, die Mutter und Sohn spielen, gehen für die Preise als beste Hauptdarsteller an den Start. Ihre Konkurrenten sind Hannelore Elsner ("Mein letzter Film") und Sophie Rogall ("Fickende Fische") sowie Jürgen Vogel ("Scherbentanz") und Andreas Schmidt ("Pigs Will Fly"). Regisseur Becker ist neben Schmid und Tomy Wigand ("Das fliegende Klassenzimmer") auch für die "Beste Regie" nominiert. "Good bye, Lenin!"-Schauspieler Florian Lukas und Maria Simon sind als beste Nebendarsteller im Rennen.<BR><BR>Produzent Bernd Eichinger hat sich dafür stark gemacht, die Gewinner künftig von einer Filmakademie küren zu lassen - in Anlehnung an den Oscar. Kulturstaatsministerin Christina Weiss will die "Lola" aber nicht aus dem Griff der Bundesregierung lassen: "Mein Angebot an die Deutsche Filmakademie ist, noch bevor es sie gibt, dass wir in Kooperation die Vergabe des Deutschen Filmpreises regeln könnten."<BR><BR>Schauplatz der Gala ist das Tempodrom in Kreuzberg. Seit sechs Monaten wird die Produktion vorbereitet. Moderator ist Jörg Pilawa, die Aufzeichnung wird am Samstag in der ARD ausgestrahlt. Ein Gewinner steht schon fest: Stephen Daldrys "The Hours" mit Nicole Kidman bekommt die "Lola" für den besten ausländischen Film. Geld gibt es dafür aber nicht.<BR><BR>

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