Es einfach mal versuchen

- Heute startet in München ein neues Festival: Zeitklänge. Mitorganisator ist Siegfried Mauser, der zum Auftakt über die Philosophie hinter dem Projekt berichtet.

Es gibt Festivals, die sich speziell der Alten Musik oder dem zeitgenössischem Repertoire widmen. Was kann man sich nun unter Ihrem Motto "zeitgemäße Musik" vorstellen?

Siegfried Mauser: Es ist immer mein Anliegen, sowohl das Historische als auch das Zeitgenössische zu vermitteln und es nicht bei den Spezialfestivals zu belassen. Das Besondere an unserem Programm ist, dass hier traditionelle Musik mit neuer Musik auf vielfältige Weise verwoben wird. Etwa das erste Requiem der Musikgeschichte mit Werken von Wolfgang Rihm.

Auch das allgegenwärtige Mozart-Jahr geht an den "Zeitklängen" nicht spurlos vorüber.

Mauser: Die beiden Jubilare Mozart und Schumann haben natürlich auch eine gewisse Rolle gespielt und ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm. "Zeitgemäß" ist für mich ein Überbegriff um historische Dinge, die eine besondere Brisanz haben, hier mit tatsächlich zeitgenössischer Musik zu kombinieren.

Gibt es bereits Pläne für die Zukunft des Festivals?

Mauser: Wir haben zum Glück in München diesen wunderbaren Spielort der Allerheiligen Hofkirche, der immer noch viel zu wenig präsent ist im Musikleben. Wir versuchen es jetzt einfach mal, und wenn das Publikum unser Festival annimmt und die ganze Sache funktioniert, etabliert es sich vielleicht, und wir können schon im nächsten Jahr unser Programm weiter ausbauen.

Das Gespräch führte Tobias Hell

Konzerte täglich bis zum 6. August in der Allerheiligen Hofkirche, München. Karten: 0180/ 5 48 18 18.

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