Asylstreit: Jetzt mischt sich Trump ein

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Einzigartiges Erlebnis

- Er hat Disco überstanden, dem New Wave getrotzt, den Synthi-Pop der 80er-Jahre überlebt, später Hip-Hop und Techno. Seit einem Vierteljahrhundert setzt sich Bryan Adams beharrlich über alle Mode-Erscheinungen der Unterhaltungsindustrie hinweg, macht stattdessen unerschütterlich erdige Rockmusik - und hat damit Erfolg. Zum zweiten Mal innerhalb von nur vier Monaten füllte der 45-jährige Kanadier mühelos die Münchner Olympiahalle.

<P>Weshalb ihn seine Fans immer und immer wieder sehen wollen, erschließt sich schnell: Der Mann nimmt seinen Beruf ernst und hat Spaß dabei. Seine Begabung, aus eingängigen Melodien und unwiderstehlich griffigen Textzeilen ohne Umwege den Bauch anzusprechen, hat Adams viele Hits beschert, die er dramaturgisch geschickt über den Abend verteilt. Adams' Band - vier unaufdringliche Könner, die ihrem Chef sichtlich treu ergeben sind - haucht diesen Hymnen auf die Liebe, die Lust am Leben und auf gute alte Zeiten mit aufrichtigem Enthusiasmus Seele ein. <BR><BR>Love Affair auf Pappe<BR><BR>So kann sich Adams auf seine Stärke als Live-Künstler konzentrieren: den Kontakt mit dem Publikum. In jeder Sekunde macht er glaubwürdig den Eindruck eines ehrlichen Arbeiters, der nur eines will: dass alle ihre Freude haben. Wenn der Mann, beeindruckt von der gesanglichen Unterstützung der Halle bei "Cuts Like a Knife", einem Fan seine Gitarre (immerhin ein sündhaft teures Fender-Fabrikat) überlässt, sieht das spontan aus und ist es wohl auch. Ebenso wenn Adams ein Papp-Schild registriert, auf dem nach dem schönen, aber eher obskuren "One Night Love Affair" verlangt wird, und tatsächlich aufgeräumt das Lied anstimmt. <BR><BR>Adams ist sich seiner Mission bewusst. Jeden Abend muss er dem Publikum das Gefühl vermitteln, etwas Einzigartiges zu erleben. Die Begeisterung, die er so erzeugt, gibt ihm die Energie, die er verschwenderisch in den Raum schleudert. Und daher steht Bryan Adams bei den Zugaben erschöpft, aber erkennbar glücklich alleine mit der akustischen Gitarre auf der Bühne und bedankt sich mit einer leisen Version von "Straight from the Heart" bei den Zuhörern - es war wieder ein einzigartiger Abend. Das gibt ihm die Kraft, ein weiteres Vierteljahrhundert an Rockmusik zu glauben und blödsinnige Trends zu ignorieren.</P>

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