"Eiserne Villa"

- Im Garten leuchten Dahlien. Bäume geben den Blick zum Schermützelsee frei. Besucher des Brecht-Weigel-Hauses in Buckow (Märkisch-Oderland) spazieren herum, lesen die im Garten aufgestellten Kupfertafeln mit "Buckower Elegien". Diese Gedichte hat Bertolt Brecht 1953 auf seinem Landsitz geschrieben.

Hier verbrachte der Dichter, der am 14. August vor 50 Jahren starb, von 1952 bis zu seinem Tod die Sommer. Das Haus, im Volksmund auch "Eiserne Villa" genannt, ließ der Berliner Bildhauer Georg Roch 1910/ 11 als Atelierhaus im Heimatstil erbauen.

Mit seiner Frau Helene Weigel hatte Brecht einen Ort zur Erholung gesucht. Im Herbst 1951 kam das Paar in den Kurort Buckow, etwa 70 Kilometer östlich von Berlin.

Die Künstler entschieden sich für das Grundstück. Brecht zog in das Gärtnerhaus, das heute den Erben gehört und nicht zugänglich ist. Weigel wohnte im Atelierhaus. "Brecht hat im Team gearbeitet, mit Kollegen und Mitarbeitern", sagt Museumsleiterin Margret Brademann. Hier diskutierte er beispielsweise mit dem Schriftsteller Erwin Strittmatter über "Katzgraben".

Zum Todestag des Dramatikers wird heute eine Ausstellung zu Brechts Wohnsitzen mit dem Titel "Öfter als die Schuhe die Länder wechselnd - Die Wohnungen von Bertolt Brecht" eröffnet.

www.brechtweigelhaus.de

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