Christian Thielemann bekommt von Kulturreferent Hans-Georg Küppers (re.) ein Münchner Kindl zum Abschied. wildundleise

Das Ende einer Ära: Abschieds-Jubel für Christian Thielemann

München - Christian Thielemann hat sein letztes Konzert in München gegeben - und wurde mit frenetischem Jubel gefeiert.

Eine Lederhose wolle man Christian Thielemann nicht zum Abschied schenken, witzelte Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers am Sonntagabend in der ausverkauften Philharmonie am Gasteig (Schlangen, „Suche-Karte“-Flehende): Und so wurde es ein Münchner Kindl aus Porzellan, das angeblich eine Partitur in der einen Hand halte - „es lächelt und hat gar keine Falten“, meinte Küppers. Der Stardirigent, der das, Blumen und viele Elogen mit bubenhafter Halbverlegenheit und Charme über sich ergehen ließ, reagierte darauf mit Achtung-Zeigefinger in Richtung Publikum. Das erlebte ihn in seiner Eigenschaft als Chef der Münchner Philharmoniker zum letzten Mal - mit einem Debussy-, Mozart-, Ravel-Programm (wir berichteten). Nach der Zuawoog mit Wagners Vorspiel zum ersten Akt der „Meistersinger“ gab es Bravi, dann Standing Ovations; zuvor schon, ob bei der kleinen Rede des Referenten oder den verschiedenen Stücken, war der Jubel immer wieder groß bis aufjauchzend. Thielemann leitete bescheiden die Akklamationen immer wieder weiter ans Orchester (trotz der Querelen), an Gruppen oder einzelne Musiker. Merkwürdig war, dass nicht OB Ude diesen Ausnahme-Künstler verabschiedete.

Simone Dattenberger

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