Ende des Streits

- Nach wochenlangen Streitigkeiten und Spannungen an der Mailänder Scala hat Stardirigent Riccardo Muti jetzt seinen Rücktritt eingereicht. Er folgte damit den mehrmaligen Aufforderungen seiner Musiker, das weltberühmte Opernhaus zu verlassen.

<P class=MsoNormal style="TEXT-ALIGN: justify">Er sehe sich zu dieser Entscheidung gezwungen, weil "die so offenkundig mir gegenüber gezeigte Feindseligkeit seitens der Personen, mit denen ich mehr als 20 Jahre zusammengearbeitet habe, eine Fortsetzung meiner Tätigkeit unmöglich macht", schrieb Muti in einer Mitteilung an den Aufsichtsrat.</P><P class=MsoNormal style="TEXT-ALIGN: justify">Die Musiker waren bereits im Februar in den Streik getreten, um damit gegen die Ernennung von Mauro Meli zum neuen Intendanten der Scala zu protestieren. Meli gilt als Schützling Mutis, ist bei den Musikern aber äußerst unbeliebt. Er war im Februar zum Nachfolger von Carlo Fontana ernannt worden, der wegen zu häufiger Reibereien mit Muti über künstlerische und finanzielle Fragen das Haus verlassen musste. Seither forderte die Belegschaft den Rücktritt sowohl Mutis als auch Melis. Auch alle Vermittlungsversuche eines Mediators schlugen fehl.</P><P class=MsoNormal style="TEXT-ALIGN: justify">Mehrere Konzerte mussten wegen des Ausstands der Künstler abgesagt werden. Kommentatoren hatten seit Wochen spekuliert, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis Muti den Dirigentenstab in Mailand abgibt. "Gemeinsam Musik zu machen ist nicht nur eine Gruppenarbeit. Es erfordert gegenseitige Achtung, Leidenschaft und Verständnis", erläuterte der Dirigent, der 1941 in Neapel geboren wurde, seinen Schritt.</P><P class=MsoNormal style="TEXT-ALIGN: justify">Kommentatoren und Experten spekulierten unterdessen schon länger über eventuelle Nachfolger von Riccardo Muti. Während einige meinen, ein Weggang des Maestro wäre "eine musikalische Katastrophe", heißt es bei anderen: "Mailand hat seinerzeit den Weggang von Claudio Abbado verkraftet. Die Stadt wird auch ohne Muti überleben."</P>

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