Enttäuschung

- Trotz zahlreicher Nominierungen konnten die deutschen Anwärter bei der Verleihung der Klassik-Grammys nur eine der begehrten Musiktrophäen gewinnen. Waltraud Meier, René´ Pape und Peter Seiffert erhielten gemeinsam mit dem Produzenten Christoph Classen und dem Dirigenten Daniel Barenboim einen Grammy für die beste Opernaufnahme. Bei der Preisverleihung in der Nacht zum Montag in New York wurden sie für die Einspielung von Wagners "Tannhäuser" ausgezeichnet, an der auch die Staatskapelle Berlin und der Chor der Deutschen Staatsoper Berlin beteiligt waren.

Die Sopranistin Christine Schäfer ging dagegen leer aus. In der Kategorie "Beste Klassische Gesangsdarbietung" verlor sie gegen die amerikanische Sängerin Renee Fleming. Auch die Hoffnungen der Karlsruher Pianistin Silke Avenhaus und der Freiburger Sopranistin Maacha Deubner, die mit dem Münchner Rosamunde Quartett in der Sparte Kammermusik nominiert waren, wurden enttäuscht.<BR><BR>Produzent Manfred Eicher, Gründer des Münchner Labels EMC Records, der im vergangenen Jahr zum besten Klassik-Produzent des Jahres gewählt wurde, unterlag diesmal dem Produzenten Robert Woods. Eicher und der Tonmeister Andreas Neubronner waren auch als Produzenten in der Sparte "Bestes Klassisches Album" nominiert, bekamen aber keinen Preis. Den Grammy für Orchester-Darbietungen gewann der amerikanische Dirigent Michael Tilson Thomas mit der San Francisco Symphonie. Er setzte sich damit gegen Nikolaus Harnoncourt und das Chamber Orchestra of Europe durch. Die Big Band des Südwestrundfunks, die für ihre Zusammenarbeit mit dem Jazzmusiker Slide Hampton in der Sparte "Best Large Jazz Ensemble Album" nominiert war, zog ebenfalls den Kürzeren. Die Trophäe ging an die Dave Holland Big Band. <BR>

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