Erfolgsmodell Nachtmusik: Pläne des Kammerorchesters

München - Was als Wagnis, als „elitäres, verwunschenes Projekt“ begann, hat sich längst zum Erfolgsmodell gemausert – und ist doch erst fünf Jahre alt: die Nachtmusik in der Pinakothek der Moderne.

Am kommenden Samstag, 29. November, ist es um 22 Uhr wieder soweit: Dann präsentieren Alexander Liebreich und das MKO den japanischen Komponisten Toshio Hosokawa. Schon um 21 Uhr gibt es eine Einführung, bei der sich der Dirigent mit dem Komponisten unterhält. Diese persönliche Einstimmung gehört zum Konzept der Nachtmusik, die nur einen Komponisten – wenn möglich – mit Werken unterschiedlicher Schaffensperioden präsentiert: So stehen im zweiten, Benjamin Britten gewidmeten Konzert sein Biograf, Norbert Abels, und im dritten (Juni 2009) die Witwe des italienischen Komponisten Luciano Berio Rede und Antwort. Reinhold Baumstark ist sicher, dass die Kontinuität dieser kleinen Reihe auch über seine Pensionierung hinweg gewahrt wird.

Auch Liebreich macht sich als Nachfolger Poppens, der übrigens das Britten-Konzert Ende Januar leitet, seit zwei Jahren für die Nachtmusik stark. So wird auch der Wechsel in der Leitung der Pinakothek der Moderne „für Belebung und Erfrischung“ sorgen, hofft Baumstark. Wichtige Unterstützer in Sachen Kontinuität sind BMW und das Münchner Unter- nehmen ETC (European Computer Telecoms). Diese beiden Förderer garantieren den finanziellen Rahmen, damit Pinakothek und Kammerorchester witerhin ihr neugieriges Publikum im besonderen Ambiente mit ambitio- nierten Programmen und renommierten Solisten wie der japanischen Mundorgel-Spielerin Mayumi Miyata, dem jungen Tenor Martin Mitterrutzner und der schwedischen Mezzosopranistin Charlotte Hellekant verwöh- nen können.

Gabriele Luster

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