27. Erlanger Poetenfest läutet literarischen Herbst ein

Erlangen - Das Erlanger Poetenfest läutet traditionell den literarischen Herbst in Deutschland ein. Zu Lesungen und Gesprächen werden diesmal rund 80 Schriftsteller, Literaturkritiker und Publizisten erwartet, unter ihnen Georges-Arthur Goldschmidt, Martin Mosebach, Arnold Stadler und Elisabeth Borchers.

Eröffnet wird das 27. Erlanger Poetenfest am 23. August mit einem Porträt des deutsch-französischen Autors Georges-Arthur Goldschmidt. Der Schriftsteller und Übersetzer erhält dabei den Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung. Goldschmidt nimmt am 24. August auch an der vierten Erlanger Übersetzerwerkstatt teil, die mit einer Podiumsdiskussion zum Thema Koran-Übersetzung abschließt.

Martin Mosebach, der im Oktober den Georg-Büchner-Preis 2007 erhält, ist das Autorenporträt (24.8.) gewidmet. Arnold Stadler, dessen Roman "Komm, gehen wir" noch immer in aller Munde ist, kommt ins Markgrafentheater (25.8.) Der Abend des 26. Augusts gehört der Lyrikerin Elisabeth Borchers, die nach Angaben der Veranstalter auch als Lektorin und Herausgeberin die deutschsprachige Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt hat.

Im Zentrum des Poetenfests stehen die langen Lesenachmittage im Schlossgarten. Unter dem Motto "Literatur aktuell" werden dort zahlreiche Neuerscheinungen des Bücherherbstes 2007 erstmals öffentlich gelesen. Einige Preisträger des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs werden ihre Texte in Erlangen vorstellen. Fester Bestandteil des Poetenfests ist die Kinder- und Jugendliteratur. Eine eigens für das Poetenfest konzipierte Ausstellung für Kinder und Erwachsene feiert Astrid Lindgrens 100. Geburtstag.

Ein weiterer Programmschwerpunkt ist der Protestszene der DDR gewidmet. Die Städtische Galerie Erlangen zeigt die Ausstellung "In zügelloser Sprache ­ in subversiven Bildern. Aus der Protestszene der DDR. Die Sammlung Gerhard Wolf". Vom 25. auf den 26. August findet "Die lange Nacht" mit Literaturpräsentationen der etwas anderen Art statt: Sie umfasst unter anderem eine avantgardistische Märchenstunde mit Martin Mosebachs "Rotkäppchen und der Wolf", einen Dokumentarfilm über Hilde Domin und einen Abend über den unbekannten Wilhelm Busch.

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