Diagnose da: So lange fehlt Müller dem FC Bayern

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Exzellente Bilanz

- Jahresbilanz des Münchner Deutschen Theaters blendend: Zehn Aufführungsserien, 252 Vorstellungen, 21 Veranstaltungen während der Ballsaison, 262 000 Besucher - Heiko Plapperer-Lüthgarth kann Ende der Saison ein gut bestelltes Haus an seine Nachfolgerin Andrea Friedrichs übergeben, die sich vorerst einmal nur bis 2007 gebunden hat. Der Stolz des Geschäftsführers ist berechtigt, umso mehr als die öffentliche Diskussion um den angeblichen Zustand des Theatergebäudes, um mögliche Schließung eine große Verunsicherung der Besucher zur Folge hatte.

Zusätzlich musste Münchens traditioneller Unterhaltungspalast wegen einer zweimonatigen Sanierungsmaßnahme einen erheblichen Einnahmeausfall verkraften. Trotzdem: 2004 mehr Besucher, 14,1 Prozent mehr Umsatz als im schon guten Jahresergebnis von 2003. "Die besten Geldgeber sind die Zuschauer", so Plapperer-Lüthgarth. "Ihnen allen, die auch öffentlich um den Erhalt des Hauses gekämpft haben, möchte ich Danke sagen.

Diese engagierte Reaktion der Bevölkerung hat den Stadtrat dazu bewogen, die Betriebsgesellschaft weiterhin zu subventionieren." Und dieser städtische Zuschuss von 1,273 Millionen Euro im Jahr 2004 - 4,86 Euro pro Zuschauer - ist, wie der Hausherr betont, essenziell für ein ständig wechselndes Unterhaltungsangebot.

Im so genannten "Long Run"-Musical sehe er aber keine Alternative. Aus der bewährten breiten Palette von Musical-Klassikern wie "Cats", Ethno-Stories wie "African Footprints", Tanzdramen wie "Carmen Flamenco" und den immer beliebteren Hommage-Shows wie "Rat Pack" würde die zurzeit überlebte Operette verschwinden.

Demnächst im Deutschen Theater: ab 1. August das Musical "Ludwig II" in der "Münchner Fassung", ab 11. Oktober die Schlager-Show mit Gitte Haenning, Wencke Myhre und Siw Malmkwist, ab 19. November erstmals das "Aida"-Musical von Elton John und Tim Rice.Für "Cats"-Fans: Ab 7. 4. 2006 miauen sie wieder (der Vorverkauf läuft). Dann ist Heiko Plapperer-Lüthgarth schon eigenständig tätig - als Berater und Produzent, aber weiterhin in dem Bereich des unterhaltenden Musiktheaters.

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