Fahrkarte zur Hölle

- Diese Werbeaktion dürfte für Christian Stückl, Intendant aus dem Passionsspieldorf Oberammergau, die Fahrkarte zur Hölle bedeuten, mindestens aber ins - hier passende - Fegefeuer: Mit einem blasphemischen Plakat wirbt derzeit das Münchner Volkstheater für seine nächste Produktion, für Marieluise Fleißers "Fegefeuer in Ingolstadt" (Premiere am 25. Januar, Regie: Jorinde Dröse). Der gekreuzigte Frosch mit Bierkrug hat folglich auch das Erzbischöfliche Ordinariat alarmiert. "Die Darstellung verunglimpft das zentrale Symbol des Christentums", so Generalvikar Robert Simon.

"Sie lässt in ihrer Ausführung eine aggressive Bereitschaft erkennen, gläubige Christen zu verletzen." Dies sei dafür geeignet, "den öffentlichen Frieden" zu stören.<BR>Mit Marieluise Fleißers Werk freilich dürfte die Kirche auch wenig glücklich sein: Das 1926 uraufgeführte Stück handelt von dumpfer Moral und religiösem Wahn im katholischen Kleinstadtmilieu.<BR>

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