Faszination Meisterwerk

- Vorfreude sei die schönste Freude, wird behauptet. Einige Tipps für Ausstellungen im näheren und weiteren Erdenrund sollen im Folgenden die erwähnten Vorläufer-Genüsse in doppelter Weise anstacheln: einmal im Hinblick auf die Kunst selbst und zum anderen auf die Reisen dorthin. (Eine Münchner Ausstellungsvorschau folgt.)

<P>Januar<BR>Barcelona startet den Reigen der Expositionen zu Salvador Dalí´s 100. Geburtstag mit "Dalí´ und die Massenkultur" (Fundació´ "la Caixa", ab 21. 1.). Dalí´s "runder" ist am 11. Mai. Noch ein Geburtstag: Der 150. am 14. 3. des Schweizer Symbolisten Ferdinand Hodler ist Anlass für eine Schau in der Galerie der Stadt Stuttgart (ab 23. 1.). Einem Star der jüngeren Generation widmet sich die Retrospektive in der Frankfurter Schirn: Julian Schnabel, Jahrgang 1951 (ab 29. 1.).</P><P>Februar<BR>Das Passauer Museum Moderner Kunst würdigt ebenfalls den großen Spanier mit dem steilen Bart, und zwar mit "Salvador Dalí´ - Surreale Welten. Meisterwerke der Druckgrafik" (ab 7. 2.). Der Zugang zum "Kreml - Gottesruhm und Zarenpracht" führt über die Kunst- und Ausstellungshalle Bonn (ab 13. 2.). Und noch eine verkürzte Anreise: das New Yorker "MoMA in Berlin", ein Gastspiel mit 200 Werken aus dem berühmten Museum, das gerade renoviert wird (Neue Nationalgalerie, ab 20. 2.).</P><P>März<BR>Ein Jubiläum, den 140. Geburtstag am 24. 11., gibt es auch für die Liebhaber der Kunst eines großen kleinen Franzosen. "Toulouse-Lautrec und die Belle Epoque" präsentiert das Kölner Käthe Kollwitz Museum (ab 26. 3.). Lille, eine der beiden Kulturhauptstädte, schmückt sich mit Rubens (ab 6. 3., Palais des Beaux-Arts). Genua, die andere Kulturhauptstadt 2004, ist ab 20. März mit dem "Zeitalter von Rubens" dabei (Palazzo Ducale). Würzburg trumpft mit dem genialen Sohn der Stadt auf. Skulpturen von Tilman Riemenschneider sind im Mainfränkischen Museum und im Museum am Dom zu bewundern (ab 24. März).</P><P>April<BR>Die Wiener Albertina versammelt Zeichnungen, Radierungen und Gemälde von Rembrandt aus allen Schaffensphasen (ab 2. 4.). Das Pariser Centre Pompidou erweist Giuseppe Penone, einem Künstler aus dem Umkreis der Arte Povera, die Reverenz (ab 21. April).</P><P>Mai<BR>Schatzkammern öffnen sich mit "Faszination Meisterwerk" im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Arbeiten von Altdorfer bis Vischer zeigen sich da (ab 13. 5.). 300 Exponate versammelt der Berliner Martin-Gropius-Bau zu Ehren des legendären Fotografen Henri Cartier-Bresson (ab 15. 5.). Die Tate Modern in London präsentiert Edward Hopper, den Meister der US-amerikanischen Melancholie (ab 27. Mai).</P><P>Juni<BR>In die ferne, fabelumwobene Vergangenheit entführt die Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn mit "Gold und Geschichte: Die Thraker in der indogermanischen Welt" (ab 18. 6.). Die Hamburger Kunsthalle öffnet uns den "Garten von Max Liebermann" (ab 11. 6.). Die Stuttgarter Staatsgalerie hat Privatsammlungen nach klassischer Moderne abgegrast. Ergebnis: "Von Munch bis Beckmann" (ab 26. 6.).</P><P>Juli<BR>Spannender Versuch im British Museum London. Dort wurde die multimediale Autopsie einer 2800 Jahre alten ägyptischen Mumie dokumentiert - "Die virtuelle Mumie" (ab 2. 7.). Ziemlich vollmundig lädt sich museum kunst palast, Düsseldorf, einen ganzen Kontinent ein mit "Africa - so near, so far. Zeitgenössische Kunst" (ab 27. 7.). Die Bayerische Landesausstellung kommt aus Forchheim und erzählt "Edel und frei - Franken im Mittelalter" (Pfalzmuseum, ab 11. Juli).</P><P>August<BR>Die Sportwelt trifft sich in Athen zu den Olympischen Spielen - und es gibt außerdem "Artiade - Olympiade der bildenden Kunst" mit 600 Künstlern (Ausstellungshalle, ab 12. 8.).</P><P>September<BR>Er ist der Gründervater der Kunst des 20. Jahrhunderts. Das Essener Museum Folkwang beschreibt dies mit "Cézanne - Aufbruch in die Moderne" (ab 18. 9.). Sein Blau ist sprichwörtlich geworden - und mit nackten Körpern hat er auch "gemalt". 100 Arbeiten von Yves Klein zeigt die Frankfurter Schirn (ab 17. 9.).</P><P>Oktober<BR>Die Nürnberger Kunsthalle hat einen Überblick über das uvre der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle, die durch ihre üppigen, bunten Nanas berühmt wurde, konzipiert (ab 21. 10.) Immer wieder faszinierend ist Claude Monet. 75 Gemälde des Impressionisten präsentiert das Kunsthaus Zürich (ab 29. 10.).</P><P>November<BR>Etwas Besonderes hat sich das Neue Museum Weserburg, Bremen, einfallen lassen. 250 Schallplatten und Ähnliches sind in "Von Beuys bis Warhol - Das Klanguniversum der bildenden Künstler" zu entdecken (ab 21. 11.).</P><P>Dezember<BR>Vor 800 Jahren wurde es gegründet, nun erinnern nur noch Legenden und archäologische Funde daran: "Dschingis Khan und seine Erben" (ab 11. 12., Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn).</P>

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