Faszinierende Landschaften aus Sand

- Der Wind ist der einfallsreiche Architekt der Dünenlandschaften mit ihrer unendlichen Vielfalt von Formen. Besonders häufig sind Dünen in subtropischen Zonen. Doch sie kommen auch in anderen Breitengraden vor, wie zum Beispiel in Schottland oder am Mündungsdelta des Amazonas.

<P>Der Fotograf Francis Tack und der Wissenschaftsjournalist Paul Robin haben in ihrem prachtvollen neuen Bildband "Dünen" ein hervorragendes Porträt dieser geologischen und klimatischen Phänomene gezeichnet.<BR><BR>Das Ausgangsmaterial der Dünen, der Sand, besteht hauptsächlich aus schwer zerstörbaren Quarzkristallen, die bei der Verwitterung von Gesteinen übrig bleiben. Sande unterscheiden sich in ihrer Farbe ganz erheblich, je nachdem wie hoch ihr Eisenanteil ist. <BR><BR>Aufgrund der zahlreichen Eisenoxidverbindungen schimmert die Wüste Namib oder die Wüsten Australiens eher rötlich, während in der Sahara die Sandmeere eher eine gelbliche Farbe aufweisen.<BR><BR>Tack und Robin zeigen ein umfassendes Bild aller Sandwüsten der Erde. Sie beschreiben wie Sandstürme entstehen und wieso Dünen singen können. Singende Dünen schildern schon die Geschichten aus Tausend und eine Nacht. Ein schottisches Physikerteam aus Newcastle-upon-Tyne hat nachgewiesen, dass der Klang des Sandes vor allem von der Gleichartigkeit der Sandkörner abhängt. Zudem spielt die Rundung der Partikel eine wichtige Rolle.<BR><BR>Nach Meinung der Wissenschaftler wird der Ton durch die Reibung ausgelöst, die zwischen einzelnen Schichten instabilen Sandes entsteht, wenn diese durch den Wind selbst, durch ein zufälliges Ungleichgewicht zum Rutschen gebracht werden. Bei der Abwärtsbewegung wird ein Teil der Luft aus den übereinander gelegenen Sandschichten freigesetzt. Der Ton entsteht durch den schnellen Wechsel von Ausdehnung und Komprimierung der Luft zwischen den Sandkörnern.<BR><BR>Neben den naturwissenschaftlichen Aspekten von Dünen vergessen die Autoren auch nicht, von den Menschen zu berichten, die in den kargen Wüstenlandschaften leben. So widmen sie den Tuareg (Foto unten mit einem verdorrten Baum) und den Mauren ein eigenes Kapitel. <BR><BR>Natürlich denkt man bei Dünen an Sandlandschaften. Doch es gibt auch in den polaren Regionen unserer Erde Dünen - aus Schnee. Sie beruhen auf ähnlichen geodynamischen Entstehungsprozessen wie die Sanddünen. Schade, dass dieser Aspekt in dem sonst so kenntnisreichen Band nicht angesprochen wird. Ergänzt wird das Buch jedoch durch ausführliche Zeichnungen zur Entstehung von Wüstenlandschaften und Landkarten, die ihre geographische Lage verdeutlichen. <BR><BR>Dünen<BR>Von Francis Tack und Paul Robin<BR>National Geographic<BR>49 Euro<BR>ISBN: 3-934 385-96-6<BR></P><P> </P><P><BR> </P><P>Das Buch über unseren Partner amazon.de bestellen: <BR> Dünen </P>

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