Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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Faszinierendes Feuerwerk

- Ganz im Zeichen des Nordlichts stand das dritte Abo-Konzert des Münchner Kammerorchesters im Prinzregententheater. Mit Werken von Erkki-Sven Tüür (Estland), Peteris Vasks (Lettland) und Kaija Saariaho (Finnland/Paris) tauchten die Münchner Musiker tief ein in die sensible, oft meditative Klangwelt des Nordens. Unterstützt wurden sie dabei von zwei jungen "natives", der estnischen Dirigentin Anu Tali und dem finnischen Geiger Pekka Kuusisto. Was die beiden in Vasks klangsinnlichem "Distant Light" abbrannten, war ein faszinierendes Feuerwerk.

Vom Orchester umschmeichelt, durchmaß Kuusisto ein breites Spektrum an technischen wie musikalischen Herausforderungen. Souverän und mit einer fast clownesken Nonchalance trillerte, glissandierte und vibrierte er, fetzte durch die Lagen, sauste durch Läufe, meisterte Doppelgriffe und riss den Hörer mit in die wechselnden Stimmungen: in zart-wehen Gesang, in volkstümliche Unbeschwertheit, tänzerisch-spielerische Kleinteiligkeit, in den Kontrast zwischen heftiger Bewegung und kontemplativer Ruhe.

Kühner, aufgerauter, die Schwelle zum Geräusch streifend klang Saariahos "Nymph´ea Reflection", fünf gut gebaute Sätze von unterschiedlichstem Charakter.

Anu Tali schöpfte mit dem vielstimmigen Streichercorps die reizvollen, sich oft flächig überlagernden Klangbilder aus, hinter denen Tarkovskys Gedicht mit dem immer wieder kehrenden "Aber nie war’s genug" aufscheint. Tüürs stark vom Minimalismus geprägte Werke "Action-Passion-Illusion" und "Lighthouse", von Orchester und Dirigentin kraftvoll interpretiert, bildeten den Rahmen des mit viel Beifall quittierten Konzerts.

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