Fellini-Zeichnungen im Deutschen Museum

- Schulunterricht nachts auf einem Platz vor der Kirche. Ein Traum, den Federico Fellini (1920-1993) am 12. November 1961 mit Farb- und Filzstiften inklusive ein paar Notizen dokumentierte (Foto: Katalogheftchen). Eine Vorgehensweise, ein Sich-Vergegenwärtigen des Geschauten, das er sein Leben lang beibehielt, das auch das optische Vokabular seines Filmschaffens befruchtete. Das Zeichnen war für ihn "ein Instrument, ein Mittel, ein Glied in der Kette, mit der Einfälle und Fantasie in einem filmischen Ergebnis verankert sind".

<P>Die Ausstellung "Fellini ex machina" (bis 31. Oktober) in der Bibliothek des Deutschen Museums, München, will dieses visuelle Doppelspiel erläutern und stützt sich dabei auf die Sammlung von Rinaldo Gè`leng, Maler und Freund Fellinis. Die 40 gezeigten Blätter waren noch nie zu sehen. Diese werden umrahmt von Kameras (zum Beispiel einer Arriflex 35 IIB, 1960) und Standfotos, Filmmusiken und -ausschnitten sowie diversen technischen Geräten wie Scheinwerfern und Kamerawagen: Die Kinostationen beginnen mit "La strada" gehen über "Roma" und "Casanova" bis hin zu "Die Stimme des Mondes". Komplett nachgebaut wurde die "Saraghina"-Szene ("Teufelchen") aus "Achteinhalb". Dazu bietet das Forum natürlich eine Fellini-Filmretrospektive.</P>

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