Festival in Irsee

- Dass auch dieses Festival nicht am Jubilar des Jahres vorbeikommt, war abzusehen. Doch "Klang & Raum" im hinreißenden Ambiente des schwäbischen Barockklosters Irsee bietet weniger Mozart total, sondern versucht sich in sieben Konzerten an einer Einordnung des Komponisten, dessen 250. Geburtstag gerade gefeiert wurde. Vom 31. August bis 3. September werden also auch Zeitgenossen und Vorläufer gespielt, womit gezeigt werden soll, in welchem musikalischen Spannungsfeld die Kompositionen des Genies entstanden.

So widmet sich etwa eine Matinée unter dem Titel "Mozart bei Baron van Swieten" jenen Meistern, die Wolfgang Amadeus bei dem kunstsinnigen Wiener kennen lernte. Ein Symposion befasst sich mit Michael Haydn, Mozarts Salzburger Kollege, dessen Todestag sich heuer zum 200. Mal jährt. Michael Haydns Requiem, von dem Mozart hörbare Impulse empfing, erklingt in der Klosterkirche, umrahmt von Mozarts "Regina Coeli" KV 276 und Beethovens Siebter. Es singt der auf Irsee abonnierte Tölzer Knabenchor, der 2006 - ein weiteres Jubiläum - 50. Geburtstag hat. Bruno Weil dirigiert das kanadische Tafelmusik Orchestra.

In einem weiteren Konzert will Festival-Chef Weil seine bewährte Praxis der Gesprächskonzerte fortsetzen, im Mittelpunkt: Mozart-Arien und seine "Prager Symphonie". Das Festival wird beschlossen von Joseph Haydns "Schöpfung". Wie üblich, wird in Irsee nach fast allen Aufführungen zum Buffet geladen, um auch Begegnungen mit den Künstlern zu ermöglichen. Höhepunkt ist eine "kulinarische Nacht".

www.musikfestival-irsee.de, Tel. 08341/ 906-699.

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