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Festival "Spielart": Bayerns Polizei macht auch mit

München - "Im Schiller'schen Sinne das Blut in frische Wallungen bringen." Das ist das erklärte, idealistische Ziel von Tilmann Broszat und Gottfried Hattinger, den Festivalmachern von "Spielart", der Münchner Theater-Biennale für die trüberen Tage: 15. November bis 1. Dezember.

Heuer ist man im 14. Jahr, das heißt, es ist das siebte Festival. Eine magische, eine Glückszahl, so hofft nicht nur Kulturreferent Hans-Georg Küppers. Darauf vertraut auch Richard Gaul vom Verein Spielmotor (BMW). Rückblickend verwies er noch einmal auf die Pioniertat vor fast drei Jahrzehnten, als sich der damalige Kulturreferent Münchens, Jürgen Kolbe, zwecks größerer Kulturermöglichung mit BMW zusammentat. Gaul: "Das war eine Zeit, als man Berührungspunkte zwischen Kultur und Wirtschaft noch sehr skeptisch beäugte." Heute sei diese Art von Zusammenarbeit der Garant für die Freiheit von Kunst und Kultur.

Münchens neuer Kulturreferent nutzte seinen Auftritt bei der "Spielart"-Programmpräsentation, um die drei Münchner Festivals als eine Einheit zu proklamieren: "Sie gehören zusammen - die Musiktheater-Biennale, das Dance-Festival und ,Spielart. Sie sind ein Fenster zur Welt. Mit ihnen befindet man sich auf der Höhe der ästhetischen und inhaltlichen Auseinandersetzung. Diese Festivals sind ein Labor für Zukunftsfragen, hier werden Risiken eingegangen, auch das Risiko des Scheiterns. Sie sind der Marktplatz für Theaterleute, junge Talente, Journalisten." Dass Küppers dabei die "normalen" Zuschauer unerwähnt ließ, war wohl nur ein Versehen. Denn Küppers verspricht: "Das wird mit Sicherheit weitergehen."

Ein Motto, eine Überschrift gibt es für "Spielart" diesmal nicht. Aber eine Frage wird das Festival durchziehen, auf gut Deutsch: "What's next?" Dazu die mittlerweile selbst in die Jahre gekommenen Festivalmacher: "Wir stellen die Frage nach der nächsten Künstlergeneration und damit nach der Zukunft des Theaters." Das heißt: Neben ihren eingeladenen beziehungsweise eigens fürs Festival produzierten Aufführungen übernehmen bereits arrivierte internationale Theatermacher "Patenschaften" für junge Regisseure.

Ein weiterer Schwerpunkt ist "die Inszenierung des Authentischen", des sogenannten wirklichen Lebens, "die Biografie als Kunstform". Dafür stehen die Regisseure Alvis Hermanis, Stefan Kaegi und Tim Etchells. Ebenso spielt die Musik eine Rolle. Gezeigt werden Inszenierungen von Heiner Goebbels, der Needcompany und des Muziektheaters Transparent.

Insgesamt darf sich jeder neugierige Mensch freuen auf das, was sich da im November abspielt zwischen Muffathalle, Gasteig, Haus der Kunst, i-camp, Münchner Kammerspielen und Prinzregententheater (Akademietheater). Zusammengerechnet 21 Produktionen, darunter eine unter Mitwirkung sogar der bayerischen Polizei; und eine, die denjenigen entspricht, die meinen, "Spielart" sei ein Festival für Kinder: "Der Räuber Hotzenplotz".

Weitere Infos:

www.spielart.org

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