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Festivals trocknen aus

- Japan, Australien, Amerika - aus der ganzen Welt reisen Opern-Kenner extra an, um "sein" Festival zu besuchen. Heuer gibt Manfred Frei seine letzte Vorstellung als Leiter der renommierten "Richard-Strauss-Tage" in Garmisch-Partenkirchen - nach 17 Jahren. Und zum Abschied zerreißt Frei, jetzt frei von Zwängen der Diplomatie, die bayerische Kulturpolitik in der Luft: Diese sei "schändlich und skandalös", erklärt der Kultur-Manager.

<P>Frei prangert vor allem die Verteilung der Fördergelder an: "Die kleineren Festivals bekommen kaum noch etwas, sie werden systematisch ausgetrocknet, gehen kaputt. Dagegen werden die großen kulturellen Institutionen in München nach wie vor großzügig bedacht." Dies sei ungerecht. Schließlich hätten die Menschen auf dem Land "genauso einen Anspruch darauf, mit Kultur konfrontiert zu werden, wie die Städter". Verantwortlich für den Raubbau an der Kultur in der Fläche sei der Sparkurs von Ministerpräsident Edmund Stoiber, den dessen Kunstminister Thomas Goppel umsetzen müsse. Was Frei besonders ärgert: Während ihm der Geldhahn zugedreht wurde, habe man in München "Millionen für blanken Nonsens ausgegeben". Damit meint er unter anderem die "Rigoletto"-Aufführung von Doris Dörrie im Nationaltheater. "Frau Dörrie hat Menschen in Affenkostüme gesteckt und damit die Oper entstellt. Die Zuschauer waren entsetzt. Da fragt man sich, ob das richtig ist, dafür so viel Geld auszugeben."<BR><BR>Frei bekommt für die "Richard-Strauss-Tage" vom 24. bis 28. Juni gerade mal 20 000 Euro Zuschuss - früher waren es 50 000 Euro. Das Gesamtbudget für 2005 ist mit etwa 500 000 Euro knapp bemessen. Trotzdem will er sich heuer mit einem Knaller verabschieden. So wird die Wiener Staatsoper Strauss' "Elektra" im Oberammergauer Passionstheater aufführen. Außerdem haben Schauspielerin Sunnyi Melles und Stefan Mickisch, bekannt für seine Opern-Einführungen, zugesagt.<BR><BR>Ab 2006 steht ein neuer Manager in der Pflicht, die Gelder aufzutreiben: Bernd Gellermann übernimmt die Festivalleitung zunächst für zwei Jahre (wir berichteten). Nach dem Willen von Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid soll der frühere Intendant der Münchner Philharmoniker ein breiteres Publikum für die Strauss-Tage gewinnen.</P><P>Infos und Kartenbestellungen für die Strauss-Tage unter Tel. 01805/ 46 36 67 oder 089/54 81 81 81.<BR></P>

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