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Inszeniert in Bayreuth den "Parsifal": Uwe Eric Laufenberg

Festspiele bestätigten verschärfte Vorkehrungen

Islamkritischer "Parsifal: Mehr Sicherheit in Bayreuth

Bayreuth - Regisseur Uwe Eric Laufenberg will angeblich, dass sich "Parsifal“-Darstellerinnen Burkas vom Leib reißen. Deshalb sollen bei den Festspielen verschärfte Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Auch so kann man die Werbetrommel für eine Inszenierung rühren. Darstellerinnen mit Burkas, die sie sich vom Leib reißen, und das in Wagners Allerheiligstem, im „Parsifal“, das riecht nach Islamkritik und Protest. Regisseur Uwe Eric Laufenberg will solches angeblich in seiner Inszenierung für die Bayreuther Festspiele zeigen, Premiere ist am 25. Juli. Nach einem Bericht des „Nordbayerischen Kuriers“ werde an schärferen Sicherheitsvorkehrungen für das Festival gefeilt. Es gebe Geheimgespräche zwischen Stadt, Polizeipräsidium und Festspiel-Leitung, man denke über Absperrungen, Eingangs- und Taschenkontrollen bei der Premiere nach.

Die Festspiele bestätigten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen, begründeten dies allerdings mit der weltpolitischen Lage nach den Anschlägen in Paris und Brüssel. Laufenberg dementierte die szenischen Ideen, und trotzdem: Seine Inszenierung provoziert damit die ersten Schlagzeilen. Ein Schelm, wer Absicht dahinter vermutet – und eine Light-Version der Berliner Mozart-Inszenierung von Hans Neuenfels. Der ließ in seinem „Idomeneo“ Prophetenköpfe abschlagen, die Intendanz setzte daraufhin eine Wiederaufnahme ab.

mm

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